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Mit Patrouillen und Kameras gegen die Zerstörungswut

Der Nürensdorfer Gemeinderat will gegenüber jugendlichen Vandalen hart durchgreifen. Dabei sollen eine Videoüberwachung und ein Sicherheitsdienst helfen.

Von Karin Wenger Nürensdorf – Eine Bande Jugendlicher treibt in Nürensdorf ihr Unwesen. Der Sachschaden ihrer Zerstörungswut beträgt laut Gemeinderat allein im laufenden Jahr rund 25 000 Franken. Vor allem um den Jugendtreff Authentic, der im Gebäude der Sportanlage Längimoos untergebracht ist, kam es wiederholt zu Ausschreitungen. «Alle Materialunterstände beim Fussballplatz wurden zertrümmert, Ziegel vom Dach geworfen, einbetonierte Papierkörbe herausgewuchtet, Dachrohre heruntergerissen, von eingeschlagenen Scheiben ganz zu schweigen, und nur durch ein Wunder wurde das Garderobengebäude nicht zum Brandfall», sagt Gemeindeschreiber Heinz Stauch. «Am Morgen, wenn die Fussballer trainieren wollen, müssen die Spieler zuerst einmal Scherben wegräumen. So geht es nicht weiter.»Gegen 50 Jugendliche aus Nürensdorf und den umliegenden Gemeinden seien beteiligt. «Das Hauptproblem ist der Alkoholkonsum», sagt Stauch. «Die Jungen betrinken sich und wollen dann ins Jugendhaus hinein, wo sie jedoch abgewiesen werden.» Die Folge sei, dass sie ihren Frust in der Umgebung rausliessen. Auch die Bushäuschen blieben nicht verschont. Papierkörbe wurden angezündet und eine massive Sitzbank mit roher Gewalt zertrümmert. Auch gekifft werde häufig, und es seien sogar harte Drogen gefunden worden. Die Kantonspolizei musste mehrfach ausrücken. Ab jetzt wird verzeigt Der Gemeinderat hat nun mit der Jugendarbeit der Plattform Glattal, der Kantonspolizei und weiteren Fachstellen einen Massnahmenkatalog beschlossen. Unter anderem werden Jugendtreff und Sportplatz durch Absperrungen getrennt und eine Videoüberwachung eingerichtet. Dafür wurden 70 000 Franken bewilligt. Für eine Pilotphase von einem Jahr wurde die Firma Alpha Protect aus Illnau mit Kontrollen beauftragt. Die Kosten für die Pilotphase belaufen sich auf 45 000 Franken. Der Sicherheitsdienst patrouilliert seit rund zwei Wochen und rapportiert regelmässig. In dieser Zeit wurden keine Vorfälle mehr gemeldet. In Zukunft werden auch die Eltern gezielt angegangen. «In der Vergangenheit war es oft so, dass die Eltern meinten, wenn sie den Schaden bezahlten, sei die Sache erledigt», sagt Stauch. «Damit ist nun Schluss. Ab jetzt werden die betroffenen Jugendlichen ohne Ausnahme strafrechtlich verfolgt.»

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