Zum Hauptinhalt springen

Missglückte Hauptprobe des ZSC

Beim abschliessenden 1:4 gegen Bern liessen die Stadtzürcher alles vermissen, was es im Playoff braucht.

Von Simon Graf, Zürich Wenn eine missglückte Hauptprobe ein gutes Omen ist, dann dürfen die ZSC Lions dem Playoff optimistisch entgegenblicken. Obschon dem SCB mit Plüss, Déruns, Jobin und Berger vier Stammspieler erkrankt fehlten, kam der Meister zu einem lockeren 4:1 im Hallenstadion. Murphy, Flüeler und Westcott, drei vermeintliche Stützen der Abwehr, verschuldeten je ein Gegentor, die Stürmer wagten sich kaum vors gegnerische Tor, Seger und Nolan wurden geschont. «Es war ein mental schwieriger Match für uns», entschuldigte Coach Bengt-Ake Gustafsson die schwache Leistung: «Es war ja egal, ob wir gewinnen oder verlieren.» Der Schwede machte aber kein Geheimnis daraus, dass ihn sein Team wenig beeindruckt hatte. Auf der Bank schüttelte er phasenweise nur noch den Kopf. Und er sagte: «Wenn wir so gegen Kloten spielen, scheiden wir mit 0:4 aus.» Gustafsson wird bis Samstag einige schwierige Personalentscheide fällen müssen. Vor allem, ob er auf Flüeler oder Sulander vertraut. Flüeler machte gestern keinen sicheren Eindruck, doch das Problem ist, dass entweder Murphy oder Westcott zuschauen müsste, wenn der Finne spielt. Und die Abwehr ist nicht gerade reich an Klasse. Pittis und Nolan dürften von den Ausländern gesetzt sein. Down gab sein ZSC-Comeback, empfahl sich aber nicht. Sicher ist, dass Seger für den Viertelfinal zurück sein wird, in seiner Abwesenheit übernahm Wichser das Captainamt. Seger stellte klar, wie die Ausgangslage im Viertelfinal zu betrachten sei: «Kloten ist haushoher Favorit.» Die Flyers hätten das talentierteste Team der Liga, auch talentierter als Davos. Für die Fans sei die Affiche gut, fuhr er fort. «Es werden sicher Emotionen hineinspielen. Entscheidend ist, dass wir defensiv solid stehen.» In dieser Hinsicht hat der ZSC noch einiges an Steigerungspotenzial. «Die letzte Chance» Das Playoff, so hielt Seger fest, «ist unsere letzte Chance, die verpatzte Saison noch zu retten». Ähnlich tönte es bei Gustafsson, der auf die Frage, ob sein Team an der Herausforderung wachsen könne, nur schmunzelnd sagte: «Wir müssen.» Vor allem die Abwehr und Rüeger beeindrucken ihn beim Rivalen, zudem das schnelle Umschalten von Defensive auf Offensive. Auch SCB-Coach Larry Huras musste sich über ein bevorstehendes Playoff-Derby äussern, und wie gewohnt hatte er einen Spruch parat: «Was die Business-Seite betrifft, ist die Serie gegen Langnau ideal: Wir verkaufen mehr Bier und sparen Benzin.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch