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Meilen – Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 155 km/h haben in Meilen einen Pfahl der Anlagestelle abgebrochen. Das bringt den Fahrplan der Zürichsee-Fähre durcheinander.

Meilen – Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 155 km/h haben in Meilen einen Pfahl der Anlagestelle abgebrochen. Das bringt den Fahrplan der Zürichsee-Fähre durcheinander. Ein Schiffsführer bemerkte den Schaden am Leitpfahl der Landeanlage in Meilen am Sonntagabend um 20 Uhr als Erster. «Der Pfahl ist verschwunden», funkte er der Leitzentrale, wie Hans Isler, Geschäftsführer der Zürichsee-Fähre Horgen-Meilen AG, auf Anfrage berichtet. Der Pfahl sei plötzlich 2 Meter abgesackt. Noch am Abend untersuchten Taucher der Seepolizei die Konstruktion nach Folgeschäden der Sturmnacht vom Samstag. Sie gaben vorerst Entwarnung. Gestern Morgen wurde der Fährbetrieb deshalb wiederaufgenommen. Zeitgleich machten sich Taucher einer Spezialfirma für Wasserbauten auf die Suche nach dem Grund für das Absacken des 11 Jahre alten Leitpfahls. In 25 Meter Tiefe wurden sie fündig. «Der Pfahl ist im Seegrund abgebrochen», erklärt Hans Isler. Heute Vormittag soll er geborgen und wieder in seine ursprüngliche Position gebracht werden. Weniger Fähren unterwegs Spätestens bis zum Street-Parade-Wochenende vom 14. August soll die Anlage in Meilen repariert sein. Wie das geschieht, ist derzeit noch ungewiss. «Die Sicht unter Wasser ist sehr schlecht», sagt Isler. Er rechnet mit Kosten von 70 000 bis 100 000 Franken. Einen Teil davon werde wohl die Versicherung übernehmen. Weil nur noch eine der beiden Landeanlagen benutzt werden kann, fahren zu den Hauptverkehrszeiten weniger Fähren. Statt alle 6 Minuten legt nur noch alle 7½ Minuten eine Fähre ab. Besatzungen, die deshalb nicht fahren können, werden dazu eingesetzt, die Fähren dichter zu beladen. Isler geht davon aus, dass bis zu acht Autos pro Fahrt zusätzlich Platz finden. «So können wir wenigstens einen Teil des Kapazitätsverlusts wettmachen.» (pbe)

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