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Mehrere Bänke im Ustermer Stadtpark wurden über Nacht «verschönert»

Im Ustermer Stadtpark haben Unbekannte in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die grünen Bänke bemalt. Zudem serbeln einige Jungbäume.

Von Elke Wiebalck Uster – Vor zwei Jahren wurde der Stadtpark in Uster für rund 2,5 Millionen Franken umgestaltet. Neben den neuen Lichtsäulen sorgten damals vor allem die Sonnenliegen und die Jungbäume, die aus Belgien angeliefert wurden, für Aufmerksamkeit. Sowohl Bänke als auch Bäume sollten grün sein. Nun finden Stadtparkbesucher allerdings farbige Bänke und braune Bäume vor. Drei der Bäumchen erwecken den Anschein, es sei tiefster Winter. Anstatt grüner Kronen hängen nur noch einzelne, braune Blätter an den Ästen. Kein Auftrag der Stadt Die Betonbänke hingegen überraschen mit ihrem neuen Kleid: Farbige Muster, kunstvolle Designs und lustige Sprüche zieren die Liegen in der Nähe des Stadtpark-Cafés. Ein meterlanger, blauer Gecko kriecht eine Liege hinauf und hinterlässt Farbspuren. Auf der nächsten Bank räkelt sich eine lebensgrosse Dame im Regenbogenkleid. Auf einer Liege werden potenzielle Sonnenanbeter gewarnt: «Achtung frisch bemalt», während auf einer anderen «nur für Päärchen» steht, verziert mit roten Herzen. Unglückliche Jungbäume Das Ganze ähnelt mehr einem Ferienplausch-Projekt als einem Vandalenakt. Dennoch: Wer die Künstler sind, ist nicht bekannt. Peter Padrutt, Leiter der Abteilung Natur und Landwirtschaft der Stadt Uster, ist ratlos. «Ich habe die Schmierereien erst am Dienstagmorgen entdeckt.» Ob die Zeichnungen von den Bänken entfernt werden, weiss Padrutt noch nicht. Die Sonnenliegen seien jedenfalls mit einem speziellen Belag versehen, der das Säubern der Bänke vereinfachen sollte. Ob die Stadt bei der Polizei eine Anzeige gegen unbekannt macht, ist ebenfalls noch unklar. Ein weiteres Problem gibt es mit den belgischen Jungbäumen. Diese sind vor gut einem Jahr durch halb Europa gereist, um im Stadtpark in Uster Wurzeln zu schlagen. Heute ist fast ein Drittel der zehn Bäumchen offensichtlich unzufrieden mit der neuen Umgebung. Während der Rest wächst und gedeiht, findet man bei drei Bäumchen nur braune, welke Blätter vor. Was den Bäumen nicht passt, ist unklar. «Schon im Frühling bemerkten wir, dass etwas nicht stimmt», sagt Padrutt. «Ob Schädlinge oder die ungewohnten Verhältnisse schuld sind, müssen wir mit Spezialisten abklären. Bei Neupflanzungen besteht immer ein gewisses Risiko.» Für die Bäumchen sei vielleicht das ungewohnte Klima und der neue Boden ein Schock. Die beauftragte Gartenbaufirma, die den Stadtpark bepflanzt hat, werde die Bäume wohl austauschen müssen. Ob sie die neuen Bäume wieder aus dem Ausland herholten, müssten die Firma und die Stadt noch absprechen, sagt Padrutt. «Die Stadt Uster kann gewisse Garantieleistungen einfordern. Möglicherweise müssen wir die Kosten nicht – oder nur teilweise – übernehmen.» Ein solcher Jungbaum kostet je nach Grösse zwischen 1000 und 1500 Franken. Für Päär? Für Päärcen? Oder für Päärchen? Romantische Einladung für Verliebte. Foto: David Baer

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