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Männedorf rechnet mit Defizit

4,8 Millionen Franken werden 2011 in der Gemeindekasse fehlen.

Von Nadja Belviso Männedorf – Das erwartete Minus von 4,8 Millionen in der Laufenden Rechnung ist um 2,4 Millionen höher als ursprünglich budgetiert. Wie der Männedörfler Gemeinderat gestern mitteilte, resultiert das Defizit aus Aufwendungen in der Höhe von gut 85 Millionen Franken, denen Erträge von lediglich 80,2 Millionen Franken gegenüberstehen. Trotzdem liegt dem Voranschlag 2011 ein gleichbleibender Steuerfuss von 90 Prozent zugrunde. Der Gemeinderat begründet diesen Entscheid damit, dass die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Gemeindekasse weitgehend ausgeblieben seien. Aufgrund der Prognosen sei davon auszugehen, dass sich das auch im nächsten Jahr nicht ändern werde. Er rechnet wiederum mit stabilen Steuererträgen. Dank der guten Rechnungsabschlüsse der letzten Jahre sei zudem das Eigenkapital, dem das Defizit belastet werde, auf rund 58 Millionen Franken angestiegen. Weiter hohe Investitionen Auch 2011 wird Männedorf Geld in die Hand nehmen müssen: zum Beispiel 4,6 Millionen für Elektrizitätswerk, Wasserversorgung und Abwasser, 3,6 Millionen für den Bau des Gemeindesaals und 2,6 Millionen für den Zweckverband Spital Männedorf. Der Gemeinderat rechnet damit, dass auch die kommenden Jahre keine Erleichterung bringen. In den Bereichen Gesundheit und Bildung seien weiter hohe Investitionen zu erwarten, schreibt er. «Wenn aufwandseitig keine Verbesserung herbeigeführt werden kann und sich die Erträge nicht wesentlich besser als prognostiziert entwickeln, dürfte eine baldige Erhöhung des Steuerfusses unumgänglich werden.»

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