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Löhne: sind die VBZ top gehört zu den Spitzenreiter Bei den Löhnen gehören Zürichs Trämler zu den Spitzenreitern

Im Vergleich mit anderen Transportunternehmen schneiden die VBZ bei den Anstellungsbedingungen fürs Fahrpersonal sehr gut ab, was auch der VPOD attestiert. Die VBZ bangen um die Konkurrenzfähigkeit.Im Branchenvergleich schneiden die VBZ bei den Anstellungsbedingungen für das Fahrpersonal sehr gut ab.

Von Martin Huber Zürich – Zürcher Tram- und Buschauffeure kritisieren ihre Arbeitsbedingungen und fordern mehr Pausen. Sehr zum Unverständnis der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ). Diese betonen, sie böten ihren Angestellten Arbeitsbedingungen, die ihresgleichen suchten. Die Löhne für Mitarbeitende im Fahrdienst lägen klar über jenen anderer Transportunternehmen und den Mindestanstellungsbedingungen im ZVV. So verdient ein VBZ-Chauffeur im Schnitt 82 000 Franken plus zusätzliche Vergütungen von 3000 bis 4000 Franken pro Jahr, hinzu kommt noch ein Erstklass-GA. «Damit sind die VBZ im Kanton Zürich unangefochten Nummer 1», sagt Sprecher Andreas Uhl. Mehr noch: Kein anderes Transportunternehmen in der Deutschschweiz habe bessere Konditionen. Nur Genf zahle leicht höhere Löhne. Uhl stützt sich auf eine von den VBZ durchgeführte Umfrage bei Transportunternehmen. Genaue Zahlen kann er allerdings nicht veröffentlichen, da Vertraulichkeit vereinbart worden sei. VPOD attestiert: VBZ zahlen gut Die Gewerkschaft VPOD attestiert den VBZ, dem Fahrpersonal im Branchenvergleich sehr gute Löhne zu bezahlen. «Es ist ein offenes Geheimnis, dass die VBZ landesweit Spitzenreiter in Sachen Lohn sind», sagt Kurt Altenburger, beim VPOD zuständig für den Nahverkehr. Genf, Bern, Basel und Winterthur mischten ebenfalls vorne mit, etwas weniger verdiene das Fahrpersonal beispielsweise in Aarau oder Olten, bei den Verkehrsbetrieben Glattal (VBG) oder bei Eurobus. Laut Altenburger gibt es zahlreiche Nuancen bei Zeitvergünstigungen oder Freitagen, was Vergleiche teils erschwere. Wie stark sich die VBZ-Löhne konkret von jenen anderer Transportunternehmen abheben, bleibt unklar. Bernmobil gibt keine Zahlen bekannt. «Wir stehen in einem Wettbewerb, darum sind wir zurückhaltend», sagt Sprecherin Annegret Hewlett. Die Löhne der Berner Chauffeure seien aber vergleichbar mit jenen in Zürich. Von einem in etwa vergleichbaren Lohnniveau spricht auch Reto Abderhalden von Stadtbus Winterthur. Die Verkehrsbetriebe Glattal AG nennen keine Zahlen. Man halte sich an die Rahmenbedingungen des ZVV, sagt Sprecherin Karin Faes. Konkreter wird Stephan Blaser, Personalleiter der Basler Verkehrsbetriebe. Diese zahlen ihren Chauffeuren einen Einstiegslohn von 62 000 Franken und einen Durchschnittslohn von 79 000 Franken. Weil in Basel die Lebenshaltungskosten tiefer seien als in Zürich, werde der tiefere Wert wieder korrigiert. Die VBZ-Löhne hält Blaser für «sehr korrekt». Hohe Belastung der Chauffeure Allerdings ist auch die Belastung der Tram- und Buschauffeure in Zürich sehr hoch, wie VPOD-Mann Altenburger zu bedenken gibt. Darum seien die Erholungszeiten im Dienst so wichtig – auch aus Sicherheitsgründen. VBZ-Sprecher Uhl hält angemessene Saläre ebenfalls für wichtig: Es handle sich um sehr anspruchsvolle Jobs in dichtem Verkehr, zudem seien die Lebenshaltungskosten in Zürich hoch. Doch die hohen Löhne hätten eine Kehrseite: Bei Neuausschreibungen drohe den VBZ der Verlust von Buslinien, weil sie punkto Produktivität nicht mit privaten Anbietern mithalten könnten.

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