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Limmattal-Spital: Entscheid vertagt

Die Spitalverantwortlichen krebsen zurück: Volk muss über Privatisierung der Spitalleitung entscheiden.

Von Helene Arnet Schlieren – Die Delegierten der Verbandsgemeinden des Spitals Limmattal werden morgen Mittwoch nicht wie vorgesehen darüber entscheiden, ob die operative Spitalführung an die Firma H Services übertragen wird. Wie das Spital gestern mitteilte, hat ein vom Verwaltungsrat angefordertes Rechtsgutachten ergeben, dass der geplante Managementvertrag eine Änderung der Verbandsstatuten bedingt und damit nach den neuen Statuten eine Volksabstimmung nötig macht. Die gestrige Mitteilung des Spitals kommt überraschend: So waren gestern einzelne Spitalangestellte bereits für Workshops in Baar eingetroffen, wo die Firma H Services ihren Sitz hat, als sie erfuhren, dass die Überführung vertagt werde. Spitalpräsident Thomas Hächler erklärte gestern auf Anfrage, dass der Verwaltungsrat nach wie vor von der vorgeschlagenen Lösung einer Public Private Partnership überzeugt sei. Doch habe er im Laufe der letzten Tage festgestellt: «Wir müssen uns mehr Zeit nehmen, um unser Projekt zu erklären» Die Verunsicherung des Personals ist gross. Gerade deshalb stellt sich Hächler auf den Standpunkt, dass schnelle Entscheide vonnöten sind. Kündigungen sind laut Aussagen der Verantwortlichen nicht geplant, jedoch könne es zu vorzeitigen Pensionierungen kommen. Die fehlende Zeit, Auswirkungen und Alternativen seriös abzuklären, stand im Vordergrund der Kritik, die im letzten Monat immer lauter wurde. Manchen stiess auch sauer auf, dass der interimistische Spitaldirektor Leo Boos, der massgebend am vorgeschlagenen Modell beteiligt ist, Mitinhaber der Firma H Services ist. Der VPOD sprach von einer «handstreichartigen Übernahme» und fühlt sich durch die jüngste Entwicklung in seinen Einwänden «vollumgänglich bestätigt». Er rät den Delegierten weiterhin, den Verwaltungsrat «zu stoppen». Das Projekt berge zu hohe Risiken.

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