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Leiden für das Vaterland

Stäfa/Hombrechtikon – Auf dem Frohberg ob Stäfa ist gestern Nachmittag erstmals ein patriotisches Radrennen der besonderen Art gestartet worden. Zwar gibt es die Radfahrertruppen der Schweizer Armee seit sieben Jahren nicht mehr, aber die Militärradfahrer radeln unbeirrt weiter. Sie sind zum Teil sichtlich in die Jahre gekommen, weisse Bärte und ergraute Schnauzbärte allenthalben, aber sie können noch immer auf die Zähne beissen. Und das mussten sie auch: 56 Kilometer galt es auf einem Rundkurs zwischen Stäfa und Hombrechtikon zu bewältigen, auf einem Rad, das vor über 100 Jahren entwickelt wurde, ein schweres Gerät ohne Gangschaltung. Statt Sportbekleidung trugen trotz drückender Hitze alle Vollmontur, nur beim Helm hatten sie ein Auge zugedrückt. Initiiert hatte das erste «Nationalfeiertags-Militärradrennen» der Zürcher Meinrad Pfister, als «Bekenntnis zur Eidgenossenschaft, zur Armee und den Schweizer Institutionen». Dass er selbst einst den Dienst verweigert hatte, war für ihn kein Hinderungsgrund. Auch das Verteidigungsdepartement in Bern, das mit Ueli Maurer einen früheren Militärradfahrer an der Spitze hat, hatte nichts einzuwenden, sondern unterstützte Pfisters Idee. Und so zogen gestern 26 wackere Männer und zwei Frauen schnaufend ihre Runden. Das Ziel erreichten alle, der Schnellste in 1:48:07.Es war eine Art Aufwärmrunde für nächstes Jahr: Dann soll hier die Schweizer Meisterschaft stattfinden. (hub) Bergauf im gleichen Tritt. Foto: P. Gutenberg

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