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Lange Untersuchung des Beinahe-Crashs in Kloten

Die Bundesbehörden sammeln Fakten. Es gibt widersprüchliche Aussagen zum Vorfall.

Am Dienstag hatten zwei Swiss-Maschinen auf dem Flughafen Zürich gleichzeitig zum Start angesetzt – auf den Pisten 16 und 28, die sich kreuzen (TA von gestern). Wie genau es dazu kommen konnte, ermittelt jetzt das Büro für Flugunfalluntersuchungen (BFU). Aber es wird wohl Monate dauern, bis es seine Ergebnisse präsentiert. Nach TA-Recherchen hatten beide Flugzeuge eine Starterlaubnis erhalten. Der Pilot auf Piste 28 konnte in letzter Sekunde noch bremsen. Eine Sprecherin von Skyguide, Maude Rivière, sagte lediglich, dass die Flugkontrolle dem bremsenden Piloten die Anweisung zum Abbruch seines Starts gegeben hatte. Dem widerspricht ein Passagier, der in dem Flieger sass. Der Pilot sei nach dem Notstopp zu den Passagieren gekommen, sagte Bob S. dem «Blick». «Sein Gesicht war in Schweiss gebadet. Er sagte, die Fluglotsen hätten ihm falsche Anweisungen gegeben», zitierte die Zeitung den 54-Jährigen. «Nur dank Kollisionswarnsystem sei der Crash verhindert worden. Das andere Flugzeug habe uns nur um 20 Meter verfehlt.» Das BFU wertet in den nächsten Monaten unter anderem den Flugschreiber des Airbus aus, der den Start abbrechen musste. Ausserdem werden Aufzeichnungen des Funkverkehrs und der Radarbilder begutachtet. Das Ganze könnte bis zu ein Jahr in Anspruch nehmen, sagte Daniel Knecht vom BFU zu Tagesanzeiger.ch.(hbr)

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