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Krutows Dank und «Heldebrink»

Derbyfieber Zum fünften Mal treffen sich Kloten und der ZSC ab Samstag in einer Playoff-Serie. Die Premiere von 1991 brachte im Viertelfinal eine Torflut – neun Treffer pro Partie – und zwei unvergessliche Abende in Oerlikon. «Magic Man» Kent Nilsson eröffnete mit fünf Skorerpunkten beim 7:0 im Schluefweg, dann schlug der ZSC im ersten Playoff-Heimspiel der Klubgeschichte zurück. Die grosse Figur war Wladimir Krutow, der in Zürich gestrandete Weltstar, der zu einem frenetisch bejubelten 6:4 zwei Tore beisteuerte und nach dem Spiel aufs Eis zurückkehrte, um sich für die Unterstützung zu bedanken. «Spasibo», hauchte der Russe ins Mikrofon, die Halle bebte. Der EHC zeigte sich aber unbeeindruckt und überfuhr den Rivalen in Spiel 3 mit 9:3. Der zweite Playoff-Abend im Hallenstadion, als über 12?000 mehr oder wenig gut Platz fanden, sollte dann einer für die Geschichte werden: Drei Stunden reichten nicht, um einen Sieger zu ermitteln. Im Penaltyschiessen wurde Anders Eldebrink mit dem zweiten verwandelten Versuch für Kloten zum Matchwinner. «Heldebrink», titelte der «Tages-Anzeiger» nach dem 8:7. Und der Reporter des «Sport» schwärmte: «Ein Spiel, unverfälscht wie die Erde vor dem sechsten Tag der Schöpfung.» Für Mike Richard, der die Verlängerung nur noch von der Bank erlebte, war es das letzte für den ZSC, Krutow hingegen verdiente sich einen neuen Vertrag in Zürich. Die Klotener fanden danach im Halbfinal wie damals fast jedes Jahr ihren Meister in Lugano. Ihre grosse Zeit kam erst zwei Jahre später.(sg.)

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