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Kritik am Marschplan fürs neue Küsnachter Zentrum

Bürgerforum und SVP bremsen die Vorarbeiten für den neuen Dorfplatz. Zuerst müsse geklärt sein, ob der Tunnel unter dem Zentrum machbar sei.

Von Daniel Fritzsche Küsnacht – Der 28. März wird zum Schicksalstag für Küsnacht. Dann wird die Gemeindeversammlung über zwei wichtige Kredite zur Aufwertung und Verkehrsentlastung des Dorfzentrums befinden. Der erste über 700 000 Franken ermöglicht Vorarbeiten für einen neuen Dorfplatz mit Bistro, Wohnungen und Geschäften oberhalb des Bahnhofs. Mit dem zweiten in der Höhe von 300 000 Franken soll eine Studie finanziert werden, welche die künftige Verkehrsführung auslotet. Zur Debatte stehen eine Aufwertung der Oberwachtstrasse und – ungleich aufwendiger – eine Untertunnelung der Rosen- und Eigenstrasse. Die beiden Varianten sollen einander gegenübergestellt werden. Die Küsnachter könnten sich an einer späteren Gemeindeversammlung für eine entscheiden. Bislang gab es nur Lob Bislang hörte man von Ortsparteien und Interessenvertretern fast nur Positives zu den Zentrumsvorlagen. Schliesslich wurden sie mittels eines äusserst aufwendigen und zuweilen mühsamen Mitwirkungsverfahrens erarbeitet. Jetzt aber haben Bürgerforum und SVP doch noch ein Haar in der Suppe gefunden. Sie sprechen sich zwar prinzipiell für die Vorlagen aus, kritisieren jedoch den Zeitpunkt, zu dem diese zur Abstimmung kommen. Das Bürgerforum kündigt an, am 28. März einen Antrag auf Verschiebung der Dorfplatz-Abstimmung zu stellen. Erst wenn die Frage «Tunnel ja oder nein» geklärt sei, könnten «Unsicherheiten in der Bevölkerung und die Doppelspurigkeit der Planung beseitigt werden», schreibt das Forum in einer Mitteilung. SVP-Ortspräsident Werner Furrer teilte gestern mit, dass seine Partei einen entsprechenden Antrag unterstützen werde. Logischerweise müssten zuerst die Verkehrsfragen geklärt werden. Erst dann könne man sich an die Dorfplanung machen. Gemeindeschreiber Peter Wettstein kennt die Argumente der SVP noch nicht, darum wollte er sich gestern nicht abschliessend zum Thema äussern. Nur soviel: Der Gemeinderat habe sich durchaus Gedanken gemacht, warum die beiden Zentrumsvorlagen zusammengehörten. Der Tunnel-IG ist es egal Für Peter Ritter, Sprecher der Interessengemeinschaft (IG) Tunnellösung, ist es «relativ egal», ob der Verkehr isoliert von der Dorfplatz-Planung behandelt wird oder nicht. Er hält es jedoch für wichtig, dass am 28. März zumindest der Kredit für die Verkehrsvorstudie bewilligt werde. Am Montagabend trafen sich Anhänger der Tunnel-IG im Restaurant Ochsen, um ihre Argumente abzusprechen. Es ergebe Sinn, nun erst einmal fundierte Abklärungen zu einem allfälligen Tunnelbau zu machen, sagte Ritter vor rund 20 Mitstreitern. «Das ist im Interesse aller.» Zu einem späteren Zeitpunkt gelte es dann, die Küsnachter von der Tunnellösung zu überzeugen. Als gelungenes Beispiel könnte etwa die Untertunnelung des Zumiker Zentrums herhalten. Ausserdem erhofft sich die IG Tunnellösung in Zukunft mehr Unterstützung – sowohl vom Kanton als auch vom Gemeinderat Küsnacht. «Hier hapert es noch», sagte Ritter am Montag. Der Kanton sehe bislang keinen Anlass, dem reichen Küsnacht finanziell unter die Arme zu greifen. Und der Gemeinderat stehe der Tunnellösung seit je äusserst skeptisch gegenüber.

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