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Konkurrenz für das Usterbräu

Die Uetiker Braukultur AG lanciert ein «Usterbräu», obwohl bereits ein Bier mit diesem Namen existiert. Gebraut wird es von einem ehemaligen Kollegen.

Von Stefan Krähenbühl Uster – 2009 holte der Ustermer Thomas Hüsler mit «Usterbräu Export» die 30 Jahre nicht gebraute Marke «Usterbräu» aus der Versenkung. Heute produziert er davon 35 000 bis 40 000 Flaschen jährlich – im Berner Bargen. Im Frühsommer will Hüsler die Produktion am Standort Uster aufnehmen. Doch nun erhält er Konkurrenz: Morgen Abend lanciert die Firma Braukultur im Restaurant Argentina ein «Usterbräu Original». Ab Dezember wird es auf dem Gelände der ursprünglichen Brauerei Uster produziert. Es geht alles mit rechten Dingen zu, denn der Name lässt sich rechtlich nicht schützen: Die Bezeichnungen «Uster» und «Bräu» gehören zum Allgemeingut. Die Rechte am Schriftzug und am Design der Etikette sind zwar im Besitz von Thomas Hüsler – Bier namens Usterbräu kann aber jeder produzieren. Dass nun zwei mit derselben Marke um die gleiche Kundschaft buhlen, ärgert Hüsler. «Es ist für uns ein klarer Nachteil», sagt er. «Und es dürfte die Kunden verwirren.»Der Geschäftsführer der Braukultur Patrick Bloch ist sich des Problems bewusst. «Deshalb haben wir einen Auftritt gewählt, der sich klar abgrenzt», sagt er. Zudem habe man sich für den Zusatz «Original» entschieden, der auf die zukünftige Herstellung auf dem Areal der ehemaligen Brauerei Uster hindeute. Von ihrer Version will die Braukultur rund 150 000 Flaschen herstellen. Übernahmeangebot abgelehnt Dass es zur Konkurrenzsituation gekommen ist, erstaunt nicht: Die ursprünglichen Kooperationspläne der beiden scheiterten, nachdem Hüsler Anfang Jahr ein Übernahmeangebot der Braukultur abgelehnt hatte. In den zwei Jahren, in denen sich ihre Betriebe etablieren mussten, standen Hüsler und Bloch in engem Kontakt. Auch Bloch lässt seine Biere «Oberländerbräu» und «Goldküstenbräu» bisher im Berner Bargen brauen. «Ich war stets über alles informiert, da kann man der Braukultur nichts vorwerfen», sagt Hüsler. «So viel Fairness wünsche ich mir auch für die Zukunft.»

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