Zum Hauptinhalt springen

Kloten holt aus zum K.-o.-Schlag

Die Flyers können nach ihrem Break im Hallenstadion bereits morgen in den Halbfinal gegen Bern einziehen. Dem ZSC dagegen fehlt es an Klasse.

Von Simon Graf Als sich der eine oder andere ZSC-Anhänger am Samstagabend in der «Knockout-Bar» nach einem Schlummertrunk von seinem Kollegen verabschiedete, hatte das etwas Finales. Mit dem 2:1, dem ersten Break in der Serie, verschafften sich die Flyers die Chance, dem Rivalen bereits am Dienstag den K.-o.-Schlag zu versetzen. Es schwang beim Anhang der Stadtzürcher mehr Wehmut als Groll auf die Mannschaft mit. Denn vorwerfen kann man dieser nicht viel, sicher nicht fehlenden Kampfgeist. Die ZSC Lions haben es geschafft, die Klotener zu fordern, sie konnten bisher alle Spiele offen gestalten. Doch dem Team, das wird in den entscheidenden Situationen offensichtlich, fehlt es wohl einfach an der spielerischen Klasse, um die Überraschung zu schaffen. Am Samstag verpassten es die Löwen, nach dem frühen 1:0 bei ihren zahlreichen Powerplay-Chancen das 2:0 zu schiessen. Dann versetzten sie sich selbst immer öfter in Unterzahl, und irgendwann ging ihnen beim Abarbeiten der Strafen die Kraft aus. Dazu kam, dass Duvie Westcott, der im Playoff zu einer wichtigen Stütze in der Abwehr geworden war, kurz vor der zweiten Pause mit einem Stockschlag auf die Hand verletzt wurde. Junior Luca Camperchioli musste für ihn einspringen, machte aber eine unglückliche Figur als Statist beim zweiten Gegentor. Morgen Dienstag dürfte Westcott wieder dabei sein. Pittis’ Suche nach Parallelen Domenico Pittis fand, am Samstag sei dem ZSC gegenüber dem Donnerstag eine Steigerung gelungen: «Das erste Drittel war gut – im zweiten nahmen uns die vielen Strafen den Rhythmus, im dritten hatten Monnet und ich die Chancen zum Ausgleich.» Doch im Playoff müsse man ohnehin ein kurzes Gedächtnis haben. Sogleich vergessen, was passiert sei. «Wir wussten von Anfang an, dass wir mindestens einmal in Kloten gewinnen müssen. Jetzt müssen wir das am Dienstag schaffen, dann sehen wir weiter.» Auf der Suche nach Parallelen, die Mut machen, erinnerte der Kanadier an die Viertelfinalserie 2010 gegen Zug, als man ebenfalls 1:3 in Rückstand geraten war und dann mit einem 6:1 auswärts und einem 6:2 zu Hause ein Spiel 7 erzwang. Flyers-Coach Anders Eldebrink durfte sich freuen, dass ihm Marko Luomala am Samstag mit seinem 1:1, das die Wende einleitete, bei seiner Entscheidung recht gegeben hatte, den Powerflügel erneut Kimmo Rintanen vorzuziehen. «Marko kämpft, er hat viel Energie. Das braucht es im Playoff», sagte der Schwede. Morgen Dienstag wird Luomala erneut spielen und Rintanen zuschauen. Das sorge nicht für Unruhe, betont Eldebrink. «Kimmo hat auch Freude, wenn wir gewinnen. Er ist nicht verärgert.» Und es sei gut möglich, dass er im Verlauf des Playoffs noch zu seinen Chancen komme. Falls die Flyers in den Halbfinal einziehen, ist schon jetzt klar, dass sie dann auf den SC Bern treffen würden – es wäre die Neuauflage des Halbfinals vom letzten Jahr, den sie 0:4 verloren. Doch an den SCB denke er jetzt noch nicht, sagt Eldebrink. «Der wäre erst unser nächstes Problem.» Der Siegtreffer für die Flyers: Simon Bodenmann bezwingt ZSC-Goalie Lukas Flüeler zum 2:1.Foto: Walter Bieri (Keystone)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch