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Kloten erhält ein klingendes Wahrzeichen

«Wie en Leu» heisst die Hymne, die Pim Nieuwlands für Kloten komponiert hat. Klotener Musikvereine haben jeweils eine Version davon eingespielt.

Von Karin Wenger Kloten – Normalerweise komponiert Pim Nieuwlands Rock, Pop und Blues. Er produziert Radio- und Fernsehsignete oder Titelsongs für Serien wie zum Beispiel für «Lüthi & Blanc». Er ist mit Baschi, Fabienne Louves, Newland, Nubya und anderen Musikern unterwegs, oder er arbeitet als Studiomusiker. Nun hat er eine Hymne für die Stadt Kloten komponiert. Dass es dazu kam, ist dem Zufall zu verdanken. Im letzten Herbst hatte die Stadt einen Wettbewerb ausgeschrieben, um eine Hymne komponieren zu lassen. Eingereicht wurde in einem ersten Anlauf kein einziges Stück, wie der «Klotener Anzeiger» im Oktober in einem Artikel schrieb. Als Pim Nieuwlands seine Mutter in Kloten besuchte, sah er diesen Artikel herumliegen. «Es war Sonntag, und ich hatte etwas Zeit», sagt der bald 50-Jährige. «Also setzte ich mich hin und komponierte und textete.» In zwei Stunden entstand die Skizze – ein kleiner Walzer –, die er als MP3-File einsandte. «Ich wollte als alter Hase in dem Geschäft eigentlich nicht hineinfunken», sagt er. «Ich hätte es aber sehr schade gefunden, wenn die Hymne nicht zustande gekommen wäre.» Der schweizerisch-holländische Doppelbürger ist in Kloten aufgewachsen und zur Schule gegangen. «Ich hatte eine sehr schöne Zeit hier und freue mich, der Stadt auf diesem Weg etwas zurückgeben zu können.» Das Schlagzeug auf der Tastatur Heute lebt und arbeitet Nieuwlands in Zürich. Eigentlich ist er diplomierter Architekt. Diesen Beruf hängte er aber bald an den Nagel. Seit gut 18 Jahren ist er selbstständig als Musiker, Komponist und Songwriter. Er singt, spielt Piano, Perkussion und Gitarre. «Ich komponiere meist zu Hause», sagt er. Zum Einspielen gehe er dann jeweils in ein Studio. Gewisse Instrumente, das Schlagzeug beispielsweise, spielt Nieuwlands über die Klaviertastatur ein. «Ein Laie hört den Unterschied kaum, ein Profi natürlich schon», sagt er. Aus Budgetgründen werde heute meist so produziert. Nachdem Nieuwlands Hymne «Wie en Leu» den Wettbewerb gewonnen hatte, wurde er vom Hymnenvirus befallen. Er schickte die Melodie an verschiedene Klotener Musikvereine und erhielt je eine Version vom Kammerorchester, von der Swiss Band und dem Männerchor zurück. Selber komponierte er noch eine Folk- und eine Rockversion. Weil die bestehenden Fassungen eher langsam und mit Molltönen daherkamen, liess Nieuwlands eine lüpfige Ländlerversion folgen. An der Musik-Expo vom 18. Juni wird die Hymne erstmals live aufgeführt. Acht Versionen liess die Stadt auf eine CD brennen. Drei davon sind schon im Internet zu hören. www.picturemusic.ch/kloten Die von Pim Nieuwlands komponierte Stadthymne existiert bereits in acht Versionen. Foto: Karin Wenger

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