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Kloten bestand den Test beim Meister

Die Flyers nahmen beim hochverdienten 3:0 in Bern Revanche für den verlorenen Playoff-Halbfinal.

Von Etienne Wuillemin, Bern SCB-Verteidiger Beat Gerber läutete mit einem eingesprungenen Monstercheck an Marc Welti die Schlussphase ein. Das Klotener Trainergespann Eldebrink/Hollenstein reklamierte darauf so lange, bis die Flyers eine kleine Bankstrafe aufgebrummt bekamen – die grosse Chance für den SCB, doch noch zum Ausgleich zu kommen. Er fiel nicht. Die Flyers überstanden die zwei Minuten dank harter Arbeit schadlos. Mehr noch: Sie krönten ihren Auftritt in der Postfinance-Arena kurz darauf mit zwei Toren von Stancescu und Rintanen zum 3:0-Endstand. Torhüter Ronnie Rüeger feierte im dritten Spiel bereits seinen zweiten Shutout. Und Welti sagte nach dem Spiel mit breitem Grinsen: «Ich teile aus, also muss ich auch einstecken.» Mit diesem überzeugenden Sieg gelang den Flyers die Revanche für den 0:4 verlorenen Halbfinal im Frühling. Damals, so Kloten-Trainer Eldebrink, hatte der SCB vor allem Vorteile wegen seiner hervorragenden Arbeit vor den beiden Toren. Also forderte Eldebrink vor dem Spiel: «Ich will mein Team um jeden Abpraller kämpfen und Marco Bührer die Sicht versperren sehen.» Eines der besten Drittel Offensichtlich haben sich die Flyers die Worte ihres Chefs zu Herzen genommen. Mit einer Leidenschaft, die es sonst meist nur im Playoff zu sehen gibt, dominierten sie den SCB von allem Anfang an. Unter der Regie des überragenden DuPont führten sie den Meister im ersten Drittel phasenweise vor. Die Schussstatistik von 10:1 nach 20 Minuten zugunsten der Flyers sagt alles. Und Eldebrink lobte: «Das war eines der besten Drittel, seit ich in Kloten Trainer bin.» Wenn es etwas zu bemängeln gab im Spiel der Flyers, dann war es die Chancenauswertung. Zweimal Santala, Winkler und Hollenstein kamen allesamt nicht am besten Berner des Abends, Torhüter Marco Bührer, vorbei. In der 16. Minute gelang Hollenstein der längst überfällige Führungstreffer dann doch noch. Sein Schuss wurde von SCB-Verteidiger Hänni unhaltbar für Bührer abgelenkt. Ein grosser Anteil an diesem Treffer gehörte aber Marcel Jenni, der vor dem Tor erfolgreich störte – so wie es Trainer Eldebrink verlangt hatte. Huras’ Ärger über Routiniers Der SCB erwachte erst nach Spielhälfte. Dafür bestürmte er Rüeger dann umso heftiger. Die Effizienz im Abschluss liessen allerdings auch die Berner vermissen. Plüss, Neuenschwander und allen voran Rüthemann vergaben den Ausgleich teilweise fahrlässig. Trainer Huras schäumte im Anschluss an die Partie vor Wut: «Unser Powerplay ist harmlos. Nur harmlos! Das kann ich nicht akzeptieren.» Vor allem an den Routiniers um Christian Dubé liess Huras kein gutes Haar. «Niemand will Verantwortung übernehmen. Unser Motto heisst wohl: Warum schiessen, wenn wir auch passen können?» Zufrieden war Huras einzig mit den Jungen. Diese will er schon heute in Davos auch im Powerplay einsetzen. Der Kanadier versäumte es aber auch nicht, den Kloten Flyers zum Schluss ein Lob auszusprechen: «Ihr Hunger war bemerkenswert. Sie spielten so, wie ich es erwartet hatte.» Dass der Hunger die Klotener wegen eines Tors nicht an die Tabellenspitze führte, ist nicht mehr als eine Randbemerkung an diesem für die Flyers fantastischen Hockeyabend. Die Entscheidung in Bern: Flyers-Captain Victor Stancescu bezwingt Meistergoalie Bührer zum 2:0. Foto: Christian Pfander (EQ Images)

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