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Kilchberg ist dem Label Energiestadt einen Schritt näher

Der Gemeinderat will bis Ende Jahr einen Energieausschuss einsetzen. Erste Ziele eines künftigen Massnahmenplans wurden bereits umgesetzt.

Von Nicole Trossmann Kilchberg – Mit dem neuen Leitbild setzt Kilchberg einen weiteren Meilenstein in der Energie- und Klimapolitik. Das Leitbild, das der Gemeinderat nun verabschiedet hat, basiert auf dem Grundlagenpapier für die Energiepolitik der Gemeinde Kilchberg von 2009 und beinhaltet mehrere Leitziele. Diese kommen in verschiedenen Bereichen zur Anwendung: Raumplanung, gemeindeeigene Liegenschaften, Versorgung, Förderbeiträge, Beschaffungswesen, Mobilität und Verkehr wie auch Kommunikation. Vorbild Verwaltung Gemäss den Leitzielen sollen zum Beispiel gemeindeeigene Neubauten dem Minergie-Standard genügen, Baumaterialien umweltfreundlich sein und erneuerbare Energien gefördert werden; weiter soll die angestrebte Aufwertung des Bahnhofareals die Kilchberger Bevölkerung dazu verlocken, lokal einzukaufen. Nicht zuletzt will die Gemeinde die Öffentlichkeit stetig über ihre Fortschritte in der Energiepolitik informieren. Mit dem Leitbild zur Energie- und Klimapolitik und der transparenten Information will die Gemeinde ein Zeichen setzen zur CO2-Reduktion – und so auch eine Vorbildfunktion einnehmen. «In der Tat sind Solaranlagen zurzeit noch dünn gesät in Kilchberg; diese Aufgabe können wir aber nicht den Einwohnerinnen und Einwohnern aufbürden», sagt Bauvorsteherin Judith Bellaiche (GLP). «Wir müssen den ersten Schritt machen und können dann hoffen, dass die Privaten unserem Beispiel folgen werden.» «Nun müssen Taten folgen» Dass das Leitbild nun verabschiedet worden ist, sei ein wichtiger Schritt, sagt Bellaiche. «Doch die eigentliche Arbeit beginnt jetzt erst.» Im November soll ein Ausschuss einberufen werden. Dieser Ausschuss soll die Umsetzung des Leitbilds mit einem detaillierten Massnahmenplan ressortübergreifend erarbeiten. Bellaiche ist wichtig, dass kurzfristige Ziele bald erreicht werden: «Den Worten müssen nun Taten folgen.» Bei den Beschaffungsrichtlinien – etwa von Büromaterial – könne man rasch viel bewirken. Sie hofft, dass möglichst bereits im November ein erster Entwurf einer Massnahmenliste vorliegt, sodass die Umsetzung «zügig» vorwärtsgehen könne. Noch bevor der Energieausschuss steht – geschweige denn dessen Massnahmenplan – sind bereits erste Schritte getätigt worden. Zum einen bietet Kilchberg seit dem 1. Oktober Biogas an, zum anderen wird sich an der Gemeindeversammlung vom 23. November zeigen, ob in sämtlichen Wohnquartieren künftig Tempo 30 gelten soll. Ziel Energiestadt? Mit dem Energieleitbild genügt Kilchberg den Anforderungen für das Label Energiestadt mehr und mehr. Allein, ob man dieses überhaupt anstrebt, darüber gibt sich die Gemeinde nach wie vor bedeckt. «Kilchberg hat noch ein gutes Stück Weg vor sich zum Label Energiestadt; durch den Massnahmenplan nähern wir uns den Vorgaben aber sowieso – wenn es denn so weit ist, schauen wir weiter», sagt Judith Bellaiche nur. Sicher ist indes: Für das Label bräuchte die Gemeinde 50 Prozent der möglichen Punkte im Massnahmenkatalog; zurzeit erreicht Kilchberg deren 41. Um die Energieeffizienz weiter zu steigern, erneuerbare Energien zu fördern und so auch noch die restlichen Punkte zu ergattern, ist ein Leitbild vonnöten – diesen Schritt hat Kilchberg nun getan.

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