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Keine «Billighalle» für Dietliker Sportvereine

Der Unihockey-Club will mehr Platz. Er schlägt darum eine Spielhalle vor. Sie genüge dem Energie- Label nicht, findet aber der Gemeinderat.

Von Sandra Zrinski Dietlikon – Der Dietliker Gemeinderat spricht sich gegen das vom Unihockey- Club (UHC) vorgeschlagene Projekt Spielhalle aus. Gemeinsam mit der Schulpflege hat er das Projekt für eine Mehrfachturnhalle auf dem Areal Lederächer beim Werkhof geprüft. Weil der Bau einer grossen Sporthalle von den Stimmberechtigten vor allem wegen der hohen Kosten bereits zweimal verworfen wurde, sieht das Projekt Spielhalle nun eine Leichtbauweise vor. Kostenpunkt: 2,5 bis 3 Millionen Franken, schätzt der Präsident des UHC, Andi Rebsamen. Würde auch Schulunterricht in der Halle abgehalten, müssten zusätzliche Investitionen für gewisse Geräte und Installationen wie beispielsweise eine Sprossenwand getätigt werden. «Hüenerweid» als Perspektive Aus dem Vorschlag des Unihockey-Clubs wird aber nichts. Die Behörden wollen das Vorhaben nicht weiterverfolgen. Als Grund dafür führen sie unter anderem das Label Energiestadt an, welches Dietlikon trägt. Aufgrund dessen hat sich der Gemeinderat zum Ziel gesetzt, bei allen Kreditvorlagen für öffentliche Gebäude eine konventionelle und eine energiesparende Variante vorzulegen. Letzteres gibt es gemäss Gemeinderat für die vorgeschlagene Bauweise der Sporthalle nicht. De facto heisst dies, dass eine konventionelle Halle gebaut werden müsste. Die Kosten dafür würden sich gemäss einer ersten Berechnung auf 7,5 Millionen Franken belaufen. Und: Weil beim Projekt Spielhalle für die Innenausstattung ein Container-Bausystem vorgesehen ist, geht die Behörde von höheren Betriebs- und Unterhaltskosten aus und von einer kürzeren Lebensdauer der Anlage. Da die Sporthalle Hüenerweid in den nächsten fünf Jahren saniert werden muss, wollen die Behörden prüfen, ob dort mehr Raum für die Sportvereine geschaffen werden kann. Sie gehen davon aus, dass sich die Hallenfläche mit verhältnismässig wenig Aufwand vergrössern liesse. Bis zur Gemeindeversammlung vom 27. Juni wird geprüft, wie viel eine Hallenerweiterung kosten würde.

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