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Kanton nimmt neuen Anlauf für Asylzentrum

Weil Pavillons nicht ins Ortsbild passten, gibt es nun einen Wettbewerb für ein Durchgangsheim in Eglisau.

Von Andrea Söldi Eglisau – Seit Jahren bekämpft Eglisau das Vorhaben des Kantons, im Gebiet Frauenhag beim Bahnhof ein Asyldurchgangszentrum zu realisieren. Letztes Jahr hatte das Verwaltungsgericht der Gemeinde darin recht gegeben, dass die geplanten Pavillons nicht ins Bild des Wohnquartiers passen würden. Nun schreibt der Kanton einen Projektwettbewerb aus. «Damit wir einen Bau verwirklichen können, der sich gut ins Quartier einfügt, haben wir das kantonale Hochbauamt beigezogen», sagt Jürg Schuler, Leiter Asylkoordination beim kantonalen Sozialamt. Und um die Gemeinde von vornherein einzubeziehen, wollte die Baudirektion den Hochbauvorsteher von Eglisau, Peter Bär, in der Jury mit dabei haben. Dieser hat sich nun aber wieder zurückgezogen. «Weil ich das Baugesuch am Schluss beurteilen muss, kann ich nicht auch in der Jury mitarbeiten», sagt Bär. Ein gewichtigerer Grund dürfte jedoch im Gemeinderatsbeschluss vom Montag liegen: Das Gremium hat entschieden, sich aus dem Projekt ganz rauszuhalten. «Wir wollen dieses Zentrum nicht und wollen deshalb auch nicht über die Form sprechen», gibt Gemeindepräsidentin Ursula Fehr (SVP) unumwunden zu. Der Gemeinderat habe die Aufgabe, den Willen der Bevölkerung zu vertreten. Überrascht sei der Rat zwar nicht über den erneuten Anlauf des Kantons – aber entsetzt, sagt Fehr. «Wir haben gehofft, dass der Kanton zur Einsicht kommt und das Vorhaben einschlafen lässt.» Für den zweistufigen Projektwettbewerb wendet das kantonale Sozialamt 75 000 Franken auf. Zugelassen werden fünf bis zehn Architekturbüros.

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