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Käufer gefunden für Wetziker Hotel Drei Linden

Aus einer Not heraus hat die reformierte Kirchgemeinde einst den Betrieb gekauft – und damit seither viel Geld verloren. Jetzt scheint sie ihn endlich loszuwerden.

Von Martina Gradmann Wetzikon – Seit bald vier Jahren möchte die reformierte Kirchgemeinde von Wetzikon das Hotel-Restaurant Drei Linden an der Bahnhofstrasse loswerden. Sie hat keinen Bedarf mehr an den dortigen Räumen, seit sie ins Pfarrhaus an die Usterstrasse umgezogen ist. Jetzt hat sie einen Käufer gefunden, der bereit ist, 3,7 Millionen Franken für den Komplex zu bezahlen. Wer es ist, will die Kirchenpflege noch nicht sagen. Der Verkaufsvertrag sei jedoch Ende Februar notariell beglaubigt worden. Der Erlös soll die Hypothekarschulden der Kirchgemeinde decken. Ganz unter Dach und Fach ist der Deal mit dem unbekannten Käufer aber noch nicht. Die Zuger Firma Rech-Management hat ein Vorkaufsrecht, das es ihr erlauben würde, das Drei Linden zu gleichen Bedingungen zu übernehmen. Sie hat nun noch bis zur Kirchgemeindeversammlung vom 22. Mai Zeit, sich zu überlegen, ob sie von diesem Recht Gebrauch machen will. Geschäftsführer Heinz Krammer will sich jetzt mit dem Mitbewerber zusammensetzen und dann entscheiden. Investoren sind skeptisch Ursprünglich war das Drei Linden in zwei Bereiche unterteilt: in einen Restaurant- und Hotelbetrieb einerseits und ein Kirchgemeindehaus andererseits. Als 1997 der Betreiber des Restaurantteils Konkurs machte, übernahm die Kirchgemeinde auch diesen, um eine Schliessung des Zentrums zu verhindern. Sie betreibt ihn aber nicht selbst: Seit 2007 kümmert sich Rech-Management um Hotel und Restaurant. Die Zuger Firma hatte von Anfang an ihr Interesse am Kauf des Drei Linden signalisiert. Sie wollte aber zuerst Erfahrungen mit dem Betrieb sammeln. Laut Geschäftsführer Krammer laufen seit einiger Zeit Verhandlungen mit den Banken. Der Grund: Das Drei Linden sei ein schwieriger Betriebstyp mit einem hohen Investitionsbedarf, was die Kreditgeber skeptisch mache. Sie forderten bis zu 50 Prozent Eigenmittel. «Wir arbeiten zwar nicht defizitär, machen aber auch keinen grossen Gewinn», sagt Krammer. Hotel schliessen verboten Gerold Schmid, Mediensprecher der Kirchgemeinde, hofft, dass der Verkauf an der Versammlung vom 22. Mai abgesegnet wird und das Kapitel geschlossen werden kann. «Es kann nicht die Aufgabe einer Kirchgemeinde sein, ein Hotel-Restaurant zu führen», sagt er. Das langjährige Engagement für das Drei Linden sei eine Geschichte mit Hochs und Tiefs, die viel Geld gekostet habe.Damit sichergestellt ist, dass Hotel und Restaurant nach der Eigentumsübertragung weitergeführt werden, enthält der Vertrag eine Klausel, wonach das Zentrum mindestens fünf Jahre weiter zu betreiben ist.

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