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Ja zum Kauf vom Zeughausareal

Der Gemeinderat Uster stimmte dem Kaufrechts-vertrag fürs halbe Zeughausareal zu. Probleme könnte es mit dem Denkmalschutz geben.

Am Montagabend fasste der Ustermer Gemeinderat folgende Beschlüsse: Die Volksinitiative der SP «Für ein fussgängerfreundliches Zentrum» unterstütze der Rat knapp mit 17:14 Stimmen. Die Revision der Verordnung über die Entschädigung der Behörden hiess der Rat mit 22:10 Stimmen gut. Zur Postulatsantwort «Velostadt Uster» forderte der Rat mit 17:15 Stimmen einen Ergänzungsbericht vom Stadtrat. Das Postulat «Alternative Heizsysteme in geschützten Ortsbildern» schrieb der Rat mit 32:0 Stimmen ab. Das Postulat «Überwachung der Bahnhofsumgebung durch Sicherheitskameras» überwies das Parlament gegen den Willen des Stadtrates mit 16:13 Stimmen. Das Postulat «Umgestaltung der Sonnenbergstrasse in eine stadtverträgliche Strasse» überwies der Gemeinderat ebenfalls gegen den Willen des Stadtrates mit 17:15 Stimmen. Den Kaufrechtsvertrag für den Erwerb des halben Zeughausareals hiess der Rat mit 29:3 Stimmen gut (siehe obenstehenden Bericht). Vom Geschäftsbericht der Energie Uster nahm das Parlament mi 31:0 Stimmen Kenntnis. (nir) Von Nicole Roos Uster – Für einmal gab es im Stadtparlament nur eine kurze Debatte zum Thema Zeughaus. Die Parlamentarier stimmten am Montagabend dem Kaufrechtsvertrag der Stadt Uster mit der Armasuisse mit 29:3 Stimmen zu. Der Stadtrat kann nun das halbe Zeughausareal für 4,77 Millionen Franken innerhalb der nächsten 10 Jahre erwerben. Damit ist die erste Phase des Fünfphasenplans abgeschlossen. In der zweiten Phase wird das Nutzungskonzept erstellt. Gegen den Vertrag votiert hatten die Grünen. Sie waren es auch, welche am meisten Kritik übten. Zum einen warf Thomas Wüthrich (Grüne) dem Stadtrat Salamitaktik vor. Bei jedem Schritt im stadträtlichen Fünfphasenplan würden negative Details bekannt. So sei bis jetzt nie erwähnt worden, dass die Stadt für die Gebäude 1,5 Millionen Franken zahlen müsse. Ebenfalls nicht bekannt sei, dass die Gebäude im Hochbauinventar des Bundes aufgelistet seien, so Wüthrich. «Der Stadt kann es also blühen, dass die Gebäude unter Schutz bleiben und sie auf dem Areal gar nicht das bauen kann, was sie möchte.» Die SP wiederum sage Ja zum Kaufrechtsvertrag, erklärte Balthasar Thalmann. «Das heisst aber nicht, dass wir zu jedem weiteren Schritt auch Ja sagen.» Thalmann betonte noch einmal, dass seine Partei lieber das ganze Areal erworben hätte. «Bodenpreis ist moderat» Christoph Keller (SVP) strich heraus, dass die Stadt und die Armasuisse dank dem Kaufrechtsvertrag nun gleichberechtigte Partner seien. Die Gewinnbeteiligungsklausel fand Keller nicht problematisch. Diese Klausel verpflichtet die Stadt Uster, die Armasuisse bei einem allfälligen Gewinn beim Verkauf des Areals zu beteiligen. Den Bodenpreis von 250 Franken pro Quadratmeter bezeichnete Keller als moderat. Beat Roos (CVP), Sprecher der FDP/CVP/FJU-Fraktion, merkte an, dass die Armasuisse mit dem Verkauf des Grundstücks ein lukratives Geschäft mache, zumal sie die andere Hälfte des Geländes zu aktuellen Bodenpreisen verkaufen könne. Letzten Sommer hatten zwei Initianten das Referendum gegen einen Gemeinderatsentscheid ergriffen, weil sie nicht das halbe, sondern das ganze Zeughausareal kaufen wollten. Vor ziemlich genau einem Jahr stimmten die Ustermer darüber ab und bestätigte das Vorhaben des Stadtrates, nur das halbe Areal zu kaufen.

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