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International School fürchtet um ihr Image

Die Polizei beschuldigt Eltern der Zurich International School, über eine geschützte Wiese zu fahren und ein Fahrverbot zu missachten. Der Schulleiter will diese Vorwürfe nicht gelten lassen.

Von Anne-Sophie Galli Kilchberg –Reifenspuren von Autos verunstalten die Ökowiese des Stockenguts. Sie grenzt an die Nidelbadstrasse neben der International School (ZIS) in Kilchberg. Laut Walter Schäpper, Leiter der Gemeindepolizei Kilchberg, fahren immer wieder Offroaderfahrer darüber, um Pfosten und Steine zu umgehen, welche die Strasse für den Motorfahrzeugverkehr sperren. Einige von ihnen fahren laut Schäpper zur International School (TA vom 22. Februar). ZIS-Mittelschulleiter David Wellbourne-Wood weist die Vorwürfe zurück: «Ich habe zwar gelegentlich Fahrzeuge gesehen, die über die Wiese fuhren. Das war jedoch sehr früh am Morgen vor Schulbeginn. Die Autos waren nicht von unseren Eltern.» Kommunikationsleiterin Michaela Seeger ergänzt: «Vielleicht haben sich Eltern, die aus dem Ausland kommen und die Schule besichtigen wollen, verfahren. Schliesslich verirrt man sich schnell in einem fremden Land.» Zudem befindet sich am Morgen und am Abend eine Lehrperson beim Kreisel bei der Schule, die dafür sorgt, dass die Kinder geordnet kommen oder gehen. Wellbourne-Wood betont, dass er die Eltern der Schulkinder mehrmals über das Fahrverbot informiert habe. Heute verschickt er in einem Newsletter einen weiteren Hinweis. Mehrere Mitglieder des Elternvereins fürchteten wegen der Vorwürfe einen Imageschaden. Die ZIS-Eltern fühlen sich von der Aussage des Gemeindepolizisten Walter Schäpper, dass die Verkehrssünder besonders Geländewagenbesitzer seien, angegriffen. Sie glauben, sie würden als Offroaderfahrerinnen und -fahrer schubladisiert. Was laut ZIS-Sprecherin Urte Sabelus nicht der Fall sei. «Wir können nichts dafür» Ein Lehrer, der ungenannt bleiben will, sagt, er habe zwar vor längerem schon Leute gesehen, welche die Wiese durchquerten, aber nicht in letzter Zeit. Ein anderer Mitarbeiter der Schule erzählt, dass die Polizei in den letzten Wochen sehr oft zugegen gewesen sei: «Da gab es eine Frau, die mehrmals durch die Wiese fuhr und gebüsst wurde. Sie zahlte die Busse dann aber einfach bar und fuhr am nächsten Tag wieder durch.» Ob es sich dabei um die Mutter eines ZIS-Kindes handelte, will er gegenüber der «Zürichsee-Zeitung» nicht sagen. Die Leute bräuchten einfach eine Weile, bis sie sich an ein solches Verbot gewöhnten. Die Schule hat die Motorverkehrssperrung der Nidelbadstrasse laut Kommunikationsleiterin Michaela Seeger immer befürwortet. Die Strasse sei für Kinder und Fussgänger sehr gefährlich gewesen. Ein Lehrer meint: «Vor der Sperrung der Strasse sind viele Autos viel zu schnell durchgefahren. Jetzt fahren die meisten angepasst langsam.» Schulleiter David Wellbourne-Wood sagt: «Die Sicherheit der Strasse liegt uns sehr am Herzen.» Auch viele Eltern, die gestern Morgen ihre Kinder zur Schule brachten, stimmten ihm zu. Zudem meinten sie, dass man sich trotz dem für sie mühsamen Umweg an die Verkehrsregeln halten sollte. Schliesslich betont Kommunikationsleiterin Seeger: «Wir informieren die Eltern regelmässig, sind jedoch für ein mögliches Fehlverhalten Einzelner nicht verantwortlich.» Gestern setzten die Eltern ihre Kinder rund 200 Meter vor der Schule ab oder fuhren einen dreiminütigen Umweg. Sie hielten sich an das Fahrverbot.

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