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In der Küsnachter Kirche wurden starke Energiefelder entdeckt

Drei Baubiologen haben in der reformierten Kirche in Küsnacht unabhängig voneinander Messungen vorgenommen. Das Gotteshaus ist ein Kraftort.

Von Nadja Belviso Küsnacht – Wenn der Organist oder die Sänger in der Küsnachter Kirche müde werden, dann liegt das nicht etwa daran, dass sie am Samstag zu lange im Ausgang gewesen wären. Schuld daran ist vielmehr der tiefe Wert an Bovis-Einheiten auf der Empore. Dieser Wert beschreibt die Menge und die Qualität der feinstofflichen Lebensenergie an einem Ort. Davon sind zumindest Vertreter der Radiästhesie überzeugt. Diese Lehre, die den Parawissenschaften zugeordnet wird, untersucht die Strahlenwirkung auf Organismen mithilfe von Ruten und Pendeln. Dass die Empore der reformierten Kirche nicht gerade mit Unmengen an Bovis-Einheiten gesegnet ist, haben im April drei Radiästhesisten festgestellt. Sie untersuchten die Kirche im Auftrag des Goldbachers Emil A. Schaerer. Dieser war hellhörig geworden, als ihm Mitglieder des Kirchenchors erzählten, wie leicht ihnen das Singen im vorderen Bereich der Kirche falle, während das Proben auf der Empore schnell müde mache. Tatsächlich stellten die unabhängig voneinander beauftragten Radiästhesisten fest, dass die Kirche – trotz der schwachen Emporenenergie – ein Kraftort sei. Alfred Gloor, Präsident des Verbandes für Radiästhesie und Geo-Biologie Schweiz, war einer der drei Experten. Für ihn sind tiefe Werte nicht an sich etwas Schlechtes. «Es braucht für alles einen Ausgleich», sagt er. Ein Ausgleich zu den Energien, die Gloor und seine beiden Kollegen Heinz A. Eistener und Matthias Mettler sonst in der Kirche gemessen haben. Beim Taufstein etwa waren es 20 000 Bovis-Einheiten. Das entspreche einem ungewöhnlich starken Kraftort. Im Vergleich dazu: Die Kathedrale im französischen Chartre, die unter Esoterikern als Kraftort bekannt ist, verfügt über 13 500 Einheiten. Messgeräte gibt es keine Dass einige diese Methode zur Energiemessung unwissenschaftlich schimpfen, ärgert Gloor nicht. «Es ist tatsächlich so, dass diese Werte nicht wissenschaftlich messbar sind, weil keine Messgeräte zur Verfügung stehen.» Er würde die Werte eher auf emotionale Empfindungen zurückführen, weshalb es auch mal zu 500 Einheiten grossen Unterschieden kommen könne. Ab einem Wert von 20 000 sei die genaue Ermittlung nicht mehr wichtig. Man könne einfach von einem hohen Wert sprechen. Ablehnende Haltungen und Unglauben der Radiästhesie gegenüber entlocken ihm nur ein Lachen. «Dieselben Leute kommen vielleicht irgendwann mal auf mich zu, weil sie zum Beispiel in ihrer Wohnung nicht gut schlafen können.» Den Kampf zwischen Überzeugten und Skeptikern trägt die reformierte Kirchenpflege nicht mit. «Dass diese Untersuchung durchgeführt wurde, haben wir zur Kenntnis genommen», sagt Kirchenpflegepräsident Max Heberlein. Es sei in der Kirchenpflege aber nicht gross diskutiert worden. «Es brauchte auch nicht unsere Erlaubnis», sagt er, «schliesslich darf jeder in die Kirche rein, solange er sich angemessen benimmt.» Er selbst könne bestätigen, dass er sich in der Kirche wohlfühle. Ob das an der gemessenen Energie liege, wisse er nicht. Er halte sich besonders gern während einer guten Predigt oder bei schöner Musik dort auf. Kein Massenandrang erwartet Eine solche Gelegenheit wird es bald wieder geben: im Rahmen eines Benefizkonzertes mit Andreas Vollenweider, das ebenfalls von Emil A. Schaerer organisiert wird (siehe Kasten). Für die Konzertbesucher werden dann auch Pläne aufgelegt, auf denen jene Orte markiert sind, die besonders hohe Werte aufweisen. Es gebe nämlich unzählige schöne Plätzchen in der Kirche, die mit immerhin 8000 bis 10 000 Einheiten zum Energietanken ebenso geeignet seien wie die Orte mit Spitzenwerten. Pilgerströme, wie sie von der genannten Kathedrale in Frankreich bekannt sind, erwartet Gloor jedoch nicht: «Nach Chartre geht man ja auch wegen der Architektur.» Auch würde es ihn wenig freuen. Wenn ein Kraftort von Heerscharen besucht würde, könne sich der Wert auch wieder verringern. Die Qualität des Ortes könne abnehmen. Dass ein paar Leute mehr den Weg in die Küsnachter Kirche finden, kann er sich aber schon vorstellen. Das wäre auch ganz im Sinn des Auftraggebers. «Die Kirchen leiden ja immer mehr unter Besucherschwund», sagt Schaerer, «ich dachte, die Leute würden vielleicht neugierig, wenn sich das Gefühl der Sänger bestätigt.» Reformierte Kirche Küsnacht. Foto: Archiv

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