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In Adliswil folgen sich die Grossprojekte Schlag auf Schlag

In der Überbauung «Arca Nova» am Autobahnanschluss Wollishofen entstehen weitere 80 Wohnungen.

Von Philipp Kleiser Adliswil – Endlich den Schlüssel von der Verwaltung entgegennehmen, die ersten Zügelkisten aus dem Auto tragen und in die neue Wohnung schleppen: So wird es am Donnerstag und Freitag Dutzenden Mietern im Dietlimoosquartier ergehen. Die nächste Etappe der Grossüberbauung ist fertiggestellt. Voraussichtlich bis Ende Jahr werden auch die letzten der insgesamt 460 Miet- und Eigentumswohnungen, die in den letzten Jahren erstellt wurden, bezogen sein. Im Dietlimoos werden dann über tausend Menschen wohnen. Ruhe kehrt im Adliswiler Entwicklungsgebiet Leberen-Moos aber noch lange nicht ein. Im Gegenteil: Drei weitere Grossprojekte sind im Entstehen oder in Vorbereitung. Das Projekt «Arca Nova» Im Areal Moos – einige Hundert Meter weiter Richtung Zürich – sind vor wenigen Wochen die Bagger aufgefahren. Dort sollen bis Ende 2013 insgesamt 13 Gebäude mit 81 Wohnungen entstehen, davon 38 Eigentums- und 43 Mietobjekte. Der Aushub für das Projekt «Arca Nova» hat erst begonnen. Doch die Eigentumswohnungen, alle zwischen zweieinhalb und viereinhalb Zimmer gross, sind fast alle verkauft. Zwischen 400 000 und 700 000 Franken kosten die verbleibenden Wohnungen gemäss der zuständigen Firma Trust Immobilien in Richterswil. Möglich seien die vernünftigen Preise, weil der Eigentümer schon länger im Besitz des Landes ist und man fünf Stockwerke hoch hat bauen können, sagt Geschäftsinhaber Walter Leuthold. Damit verteilen sich die Investitionskosten indirekt auf mehr Käufer. Leuthold sagt aber auch klar: «Man spürt die Personenfreizügigkeit. Weil wir fast kein eingezontes Bauland mehr haben, gehen neue Angebote in der Regel sehr schnell weg.» Auch für die 43 Mietwohnungen, die nicht vor Mitte 2012 ausgeschrieben werden, hat Leuthold schon etliche Anfragen erhalten. Der Gestaltungsplan Moosstrasse Vor kurzem lag der Gestaltungsplan Moosstrasse in der Stadtverwaltung auf – ein Projekt direkt südlich der «Arca Nova»-Überbauung. Dort sollen in der Überbauung «Zürich Süd» weitere 41 Wohnungen sowie ein Gewerbezentrum mit einer Motorradgarage entstehen. Peter Gautschi von der Adliswiler Entrée Architekten und Ingenieure AG, welche die Pläne im Auftrag der Bauherrin, der Gesellschaft Zürich Süd, gezeichnet hat, schätzt das Investitionsvolumen auf über 20 Millionen Franken. Noch hat das Projekt auf dem 7500 Quadratmeter grossen Areal aber einige Hürden zu nehmen. So muss der Gestaltungsplan zunächst vom Parlament genehmigt werden, bevor das Baugesuch eingereicht werden kann. Wann mit einem Baubeginn zu rechnen ist, kann Gautschi deshalb nicht sagen. Allerdings hat er die Anregungen der Adliswiler Baukommission bereits in die Pläne eingearbeitet und eine erste Version des Gestaltungsplans entsprechend überarbeitet, um das Projekt genehmigungstauglich zu machen. Er hofft, dass im Jahr 2013 mit der Realisierung begonnen werden kann. Die heutige Reservezone Weiter südlich bis zum Areal der Zurich International School (ZIS) liegt eine weitere Fläche von fast 90 000 Quadratmetern brach. Heute noch als Reservezone taxiert, soll auch dieses Areal in den nächsten Jahren eingezont und baureif gemacht werden. Hier sind verschiedene Akteure involviert. Die Schule Adliswil will bis 2015 für rund 23 Millionen Franken einen Neubau realisieren, um die etwa 200 Kinder in den Neubaugebieten unterbringen und unterrichten zu können. Die ZIS hält eine Option auf ein 7600 Quadratmeter grosses Grundstück, um ihr Angebot erweitern zu können. Die Merbag AG möchte auf dem grössten Teil ihres Grundstücks Miet- und Eigentumswohnungen sowie ein Quartierzentrum erstellen. Für die Planung verantwortlich zeichnet die Allreal. Mediensprecherin Simone Britschgi sagt, dass ein Studienauftrag mit verschiedenen Architekten stattgefunden habe und man derzeit ein Einzonungsverfahren erarbeite. Die entsprechenden Papiere sollen gemäss Britschgi nach den Sommerferien öffentlich aufgelegt werden. Erst wenn diese genehmigt seien, könne ein Gestaltungsplan in Angriff genommen werden. Das Entwicklungsgebiet im Moos soll ein modernes Antlitz erhalten: links die Überbauung «Arca Nova», rechts die Überbauung «Zürich Süd». Visualisierungen: pd

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