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Im Oberdorf hält die Moderne Einzug

Aus der heruntergekommenen Horgner Bahnstation ist eine zeitgemässe Verkehrsdrehscheibe geworden.

Von Arthur Schäppi Horgen – Vor einem halben Jahr erst wurde der Bahnhof Horgen See zusammen mit dem kommunalen Bushof als besonders gut durchdachter und vorbildlich gestalteter Verkehrsknotenpunkt ausgezeichnet. Er erhielt vom Verband öffentlicher Verkehr und der Postauto Schweiz AG den Preis Flux – Goldener Verkehrsknoten. Auf ähnlichen Ruhm können die Horgnerinnen und Horgner bei ihrer nicht ganz so wichtigen Bahnstation Oberdorf an der SBB-Strecke Zug–Thalwil zwar nicht hoffen. Viele lobende Worte von Bahn- und Behördenvertretern waren an der Einweihung des neuen Bahnhofgebäudes am Montag in Horgen Oberdorf aber gleichwohl zu hören. Das innert acht Monaten erstellte Bauwerk ersetzt das baufällig gewordene, rund 50-jährige alte Stationsgebäude, das zusammen mit dem Güterschuppen abgerissen worden war.Der eingeschossige lang gezogene Neubau umfasst als Kern einen Migrolino-Shop mit Kaffeebar und Postagentur sowie von der Gemeinde mitfinanzierte und daher öffentliche Toiletten, die auch von Behinderten benutzbar sind. Zur erneuerten Station, in welche die SBB total 2 Millionen Franken investiert haben, gehören auch Billettautomaten, ein Bancomat und 40 gedeckte Veloabstellplätze sowie 14 Parkfelder in der Park-and-Rail-Anlage im Westen des Areals. Gefragte Dienstleistungszentren Remo Zberg, Leiter SBB Immobilienbewirtschaftung Ost, sagte, dass auch die Bedeutung von kleineren Bahnhöfen als Dienstleistungszentren laufend zunehme. In Horgen Oberdorf steigen täglich 2500 Menschen ein oder aus. Der anhaltende Bevölkerungszuwachs in Horgen sei mit ein Grund gewesen, dass sich die SBB entschlossen hätten, ihre in die Jahre gekommenen Gebäulichkeiten in Horgen Oberdorf durch ein modernes Dienstleistungszentrum zu ersetzen. «Dabei haben wir grossen Wert auf möglichst einfache Umsteigebeziehungen zwischen Bus und Zug oder Auto und Zug gelegt», unterstrich Zberg. Der Abbruch des alten Aufnahmegebäudes war ungewöhnlich aufwendig und zeitraubend. Er konnte nur mit Kleinbaggern ausgeführt werden, weil das Stellwerk mit den hochempfindlichen Relais im Untergeschoss auch während der Bauzeit stets in Betrieb sein musste. Horgens Tiefbauvorstand Emil Roffler (SVP) lobte, dass aus dem einst von den SBB «ziemlich stiefmütterlich behandelten» Bahnhöfli nun eine moderne, ganz auf die heutigen Bedürfnisse einer mobilen Gesellschaft ausgerichtete Verkehrsdrehscheibe geworden sei. Jetzt warte man in Horgen nur noch auf eine Fussgängerpasserelle von der künftigen Überbauung auf dem Schweiter-Areal über die Gleise zum Bahnhof Oberdorf. Die Gemeinde hat beim Bahnhof Oberdorf je 120 000 Franken in zwei neue Bushaltestellen und eine unterirdische Wertstoffsammelstelle und 150 000 Franken in den neuen Velounterstand investiert. Zudem wird auf Kosten der Gemeinde im Bahnhofbereich die Oberdorfstrasse samt Werkleitungen und Kanalisation saniert. Diese Arbeiten dürften etwa Mitte Juni abgeschlossen sein. 2500 Menschen steigen in Horgen Oberdorf täglich ein und aus. Ein neues Gebäude mit Shop, Kaffeebar und Toiletten machen den Bahnhof nun annehmlicher. Foto: Reto Schneider

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