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Im Glattzentrum steuert Hightech das Einkaufserlebnis

Bis zu 50?000 Besucher zieht das Glattzentrum an einem Samstag an. Was sich beim gewöhnlichen Ansturm am Wochenende hinter den Kulissen abspielt, bekommt kaum einer mit.

Von Alexander Lanner Wallisellen – Seit dem Jahr 1975 prägt das Einkaufszentrum das Walliseller Ortsbild. Weit über die Gemeindegrenzen hinaus übt es seine fast schon magische Sogwirkung aus. Gestern gewährten die Verantwortlichen einen Blick hinter die Kulissen des Einkaufskolosses Glatt. Die Tour begann im Untergrund: Durch den Bauch des Zentrums zieht sich ein Tunnel, in dem ein 40-Tönner locker Platz hat. Sattelschlepper und Lieferwagen fahren dort am frühen Morgen an die Laderampen, über die Kleider, Lebensmittel und vieles mehr ins Haus gelangen. «250 Anlieferungen verzeichnen wir pro Tag», sagt Walter Köhli, Teamleiter des Hausdienstes. Der Grossverteiler Migros allein schlägt an diesem unterirdischen Hafen 700 Paletten pro Woche um. 650 Tonne Abfall pro Jahr Am Umschlagplatz befindet sich auch die Recyclingstelle. Jedes eingemietete Geschäft kann hier seinen Abfall getrennt entsorgen. Es wird nach Gewicht und mittels elektronischer Zutrittskontrolle abgerechnet. Rund 650 Tonnen Abfall kommen pro Jahr im Glattzentrum zusammen. Hinzu kommen 800 Tonnen Papier und Karton, die dem Recycling zugeführt werden. Über 30 Mitarbeiter sind allein für den technischen Betrieb zuständig. Im obersten Stock des Einkaufszentrums befindet sich die Hausleitzentrale. «Das Gehirn des Glattzentrums», wie es Köhli beschreibt. Von hier aus lassen sich mittels 56 Kameras die Eingänge oder die Mall überwachen. Zudem verfügt jedes Geschäft über eigene Kameras. In der Zentrale können die Mitarbeiter auch Heizungen, Stromzufuhr und Belüftung steuern. Stehen Bauarbeiten an, können einzelne Bereiche auch ganz abgestellt werden. «Grössere Arbeiten werden allerdings ausserhalb der Öffnungszeiten erledigt», sagt Köhli. CO2-Ausstoss gesenkt Die Heizungen im Glattzentrum werden nur sehr selten eingeschaltet. Geheizt wird vor allem durch die 2007 installierte Wärmerückgewinnung aus den Kühlaggregaten, der Beleuchtung oder auch der Körperwärme der Besucher. So wurde der CO2-Ausstoss um rund 350 Tonnen gesenkt. In der Zentrale kann Walter Köhli, Teamleiter des Glatt-Hausdienstes, die gesamte Technik überwachen. Foto: Johanna Bossart

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