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Horgen will Güselsünder büssen

Mit Kampagnen und Geldstrafen wollen Gemeinden dem Littering am Seeufer zu Leibe rücken.

Von Gaby Schneider Alu-Dosen, Plastikteller, Zigarettenstummel, PET- und Glasflaschen verschmutzen an schönen Wochenenden Grillplätze und Seeufer. Ertappt ein Polizist einen Güselsünder auf frischer Tat, kann er ihm künftig in einigen Gemeinden des Bezirks eine Busse aufbrummen. Zwar können schon heute in allen Gemeinden Grillplatz-Vermüller gemäss Abfallgesetz zur Verantwortung gezogen werden. Das Verfahren ist aber lang und kompliziert. Darum plant Horgen für 2012 in der Polizeiverordnung einen Passus über Bussen gegen Vermüllung – vorausgesetzt, die Gemeindeversammlung stimmt zu. Wie hoch die Bussen sein werden, steht noch nicht fest.Ebenfalls Littering-Bussen sieht Oberrieden vor. Im Juni stimmt die Bevölkerung darüber ab. Und auch in Thalwil ist ein entsprechender Verbotsartikel im Entwurf der neuen Polizeiverordnung enthalten. Kilchberg ist die einzige Gemeinde im Bezirk, die 2009 bereits derartige Bussen eingeführt hat. Kampagne soll helfen Auch an den Osterfeiertagen mussten die Horgner Abfallequipen ausrücken, um idyllische Orte wie den Horgner Bergweiher zu reinigen. «Langfristig wollen wir die Güselmenge reduzieren und planen deshalb eine Anti-Littering-Kampagne», sagt Marco Gradenecker, Leiter des Horgner Gesundheits-, Energie- und Umweltamtes. Die Kampagne will die Gemeinde in die Hände von PR-Profis legen. Im Frühjahr 2012 soll dann die Anti-Littering-Aktion starten. Ein Clean-up-Day mit Jugendlichen sowie ein Abfallfest auf dem Dorfplatz werden Teil der Kampagne sein. In Wädenswil hat der Stadtrat bereits 2009 eine Reihe von Massnahmen zur Eindämmung des Littering ergriffen: Neue Abfalleimer, häufigere Reinigung öffentlicher Anlagen und verstärkte Polizeipräsenz waren und sind die eingesetzten Mittel. Gemäss Stadtrat Thomas Largiadèr (SP) setzt man weiterhin auf Öffentlichkeitsarbeit.In Richterswil wurden diesen Frühling im Horn die grossen Abfallfässer deutlich früher als in den Vorjahren aufgestellt. Ebenso war die Gemeindepolizei vermehrt präsent, sagt Gemeindeschreiber Roger Nauer. Ordnungsbussen sind in der Richterswiler Polizeiverordnung aber keine vorgesehen. «Das schöne Wetter und das damit einhergehende Littering zwingt unsere Aussendienstmitarbeiter zu frühen Wochenendeinsätzen», sagt die Thalwiler Kommunikationsbeauftragte Heidi Egli. «Dieses Wochenende beispielsweise mussten sie bereits mehrere Säcke voll Abfall zusammennehmen, der über die ganze Seeanlage verstreut war», sagt Egli. «Und dies, obwohl die Abfallbehälter noch halb leer waren.» In der Stadt Adliswil haben die Bürger selbst die Initiative ergriffen. Sie gründeten einen Litter-Club. Anfang April führten sie eine erste Säuberungsaktion durch. Die unschöne Hinterlassenschaft nach einem sonnigen Frühlingstag im Park der Horgner Villa Seerose. Foto: Sabine Rock

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