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Hardturm: CVP verärgert ihre Bündnispartner

Die CVP will das Stadion per Nachtragskredit wieder ins Budget nehmen. Linke und Bürgerliche winken ab.

Von Stefan Häne Zürich – Mario Mariani hat seine bürgerlichen Kollegen entsetzt: In der Hochbaukommission, zuständig für den Hardturm, schlug der CVP-Gemeinderat am Dienstagabend im Namen seiner Fraktion vor, den Hardturm-Architekturwettbewerb doch noch dieses Jahr starten zu lassen. Der Antrag blieb mit 11 zu 1 Stimme chancenlos. SVP-Fraktionschef Mauro Tuena kritisiert Mariani scharf: Die Sparallianz, der die CVP angehöre, verlöre ihre Glaubwürdigkeit, wenn sie so kurz nach der Budgetdebatte vom Stadtrat verlangen würde, dem Parlament einen Nachtragskredit vorzulegen. Auch Rot-Grün zeige sich angesichts des «harten bürgerlichen Sparauftrags» über den CVP-Antrag befremdet, wie Markus Knauss, Fraktionschef der Grünen, sagt. Damit zeichnet sich ab, dass die Hardturm-Planung erst Anfang 2012 in Fahrt kommt. Fraglich ist deshalb, ob sich das 128 Millionen Franken teure Projekt wie geplant bis 2016 realisieren lässt. In den nächsten Wochen wird das Parlament die Hardturm-Weisung des Stadtrats verabschieden. Diese enthält 7,5 Millionen Franken für das Stadion und 3,2 Millionen für den Projektteil Wohnsiedlung. Die Kommission hat die Weisung ohne Gegenstimme verabschiedet. Unterlegen sind die Grünen, die die Zahl der unterirdischen Parkplätze im Stadion von 370 auf 90 verringern und so 15 Millionen Franken sparen wollten. Gescheitert ist auch die FDP, die den Bau der Wohnsiedlung neben dem Stadion nicht der Stadt, sondern Privaten überlassen wollte. Neben der Weisung muss das Parlament zwei Vorstösse behandeln: Jacqueline Badran (SP) will die Stadt mit 50 statt 20 Millionen am Stadion beteiligen, Knauss und Michael Baumer (FDP) fordern für GC- und FCZ-Anhänger je eine separate Fankurve. Alles zur Budgetdebatte Seite 17

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