Zum Hauptinhalt springen

Gesundheitskosten an den Spitälern sinken leichtDie Zürcher Spitäler sind etwas günstiger geworden

Die Durchschnittskosten in den 17 Akutspitälern liegen etwas unter dem Stand des Vorjahrs. Am besten schneidet das Kantonsspital Winterthur ab.

Von Helene Arnet Zürich – Eine stationäre Behandlung in einem der 14 öffentlichen Zürcher Spitäler, die nicht zu den Universitätskliniken gehören, kostete im letzten Jahr im Schnitt 8738 Franken. 2009 waren es, nach demselben System berechnet, 8767 Franken. Damit sind die Fallkosten seit 2006 erstmals wieder gesunken. Das zeigt die aktuelle Rangliste, welche die Gesundheitsdirektion (GD) gestern veröffentlich hat. Auch in den universitären Spitälern (Unispital, Balgrist und Kispi) sind die Fallkosten gesunken, aufgrund der oft komplexeren Behandlungen kostet der Normfall, also rechnerisch gesehen der Durchschnittspatient, aber deutlich mehr als in den andern Spitälern. Ein landesweiter Vergleich belegt laut der Gesundheitsdirektion auch, dass in Zürcher Spitälern mehr schwere Fälle behandelt werden als anderswo. Paracelsus-Spital neu dabei Kostenmässig am besten abgeschnitten hat letztes Jahr das Kantonsspital Winterthur, welches das Spital Wetzikon von der Spitze ablöst (siehe Grafik). Der Normfall kostet in Winterthur 2838 Franken und damit 35 Prozent weniger als im Paracelsus-Spital Richterswil. Das hat laut Hanspeter Conrad von der GD unter anderem mit den geringeren Patientenzahlen des Paracelsus-Spitals zu tun, aber auch damit, dass dieses Spital das erste Mal in den Vergleich einbezogen wurde und bisher weniger auf die Fallkosten fokussiert hatte. Die Fusion von Sanitas und Spital Zimmerberg hat sich zumindest kostenmässig gelohnt. Das See-Spital, wie es neu heisst, hat sich in die obere Hälfte der Rangliste hinaufgearbeitet. Aufsteiger des Jahres ist die Schulthess-Klinik. Die auf Orthopädie spezialisierte Klinik vermochte die Kosten zu senken, profitiert aber auch vom neuen Berechnungssystem gemäss dem Modell der Fallpauschalen (DRG), das den Aufwand für chirurgische Eingriffe besser abbildet. Das Kispi hat ein Problem Das bezüglich Normfall teuerste Spital ist das Kinderspital. Die Zahl, welche den Schweregrad der Krankheitsfälle abbildet, liefert eine Erklärung dafür. Dieser beträgt gemessen am Landesschnitt von 1.0 lediglich 0.78. Heisst: Das Kispi muss viele Spezialisten bereithalten, behandelt aber gleichzeitig zu viele Bagatellerkrankungen, um dies kostenmässig aufzufangen. Deshalb wird es auch in Zukunft, wenn die Fallpauschalen eingeführt sind, Subventionen brauchen. Die 17 Zürcher Akutspitäler behandelten im vergangenen Jahr 185 800 Patientinnen und Patienten stationär, das sind 2,5 Prozent mehr als 2009.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch