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Gesellschaft Ein Plädoyer für natürlichen Sex, TA vom 23. 5.

Gesellschaft Ein Plädoyer für natürlichen Sex, TA vom 23. 5. Experimentierfreude und Tabus. Ich finde die geschilderten Ausführungen zu den Rollenspielpraktiken und das Foto mit Gasmaske auf Anhieb anwidernd. Doch frage ich: Will der «Tages-Anzeiger» das Sexualleben der Bevölkerung in Richtung Blümchensex beeinflussen? Das Image der Firma Sprüngli oder das Ansehen der Sechseläuten-Zünfter-Gattinnen ins Lächerliche ziehen? Oder soll die Intoleranz der Gesellschaft geschürt werden? Ich erkenne es nicht. Die beiden Autoren verweisen weder auf Quellen noch auf eigene Erfahrungen. Ich erwarte von einer seriösen Zeitung Fakten. Ein Bericht sollte doch aufzeigen, wo die Bevölkerung hinsehen sollte, und da gibt es im Bereich Sex genug zu enttabuisieren. Ich denke an Pädophile, Vergewaltigungen, sexuelle Belästigungen oder Zwangsprostitution, die die Aufmerksamkeit der Presse erregen sollten, und nicht die Zünfter-Gattin mit ihrem Sprüngli-Lover. In einer toleranten und freien Gesellschaft darf es Platz haben für etwas Experimentierfreude. Nicole Lieberherr, Opfikon Sex ist mehr. Welch eingeschränkte Sichtweise wird uns da präsentiert! Das tönt ja nach Stress pur. Ein erfülltes Sexualleben ist ein Schlüssel zu einem ausgewogenen, zufriedenen und glücklichen Leben und guter Gesundheit. Das kann von hartem Sex über den propagierten Blümchensex bis zum ekstatischen Sex gehen. Wenn einem aber dabei die eigene Unbedarftheit einen Strich durch die Rechnung macht, muss man das Problem wohl bei sich selbst suchen. Nein, Sex ist nicht simpel. Und bei Sex geht es ja auch nicht nur um die körperliche Vereinigung. Es kann viel mehr sein, es ist viel mehr. Es geht um ein sich Spüren, um Lust, um Zustände der Erregung, ums Loslassen, sich fallen lassen. Eins sein mit sich und vielleicht mit seinem Gegenüber. Vieles haben wir verlernt oder wird unterdrückt; unsere Arbeitswelt trägt das ihre dazu bei, dass es zu Störungen kommt. Ich bin jedoch überzeugt, dass man dem abhelfen kann, in geeignetem Rahmen, mit Achtsamkeit und Wohlwollen. So, dass ein eingeölter Körper, bei wohlklingenden Tönen und feinen Berührungen ein himmlisches Erlebnis sein kann, und dass dabei die Bettwäsche im Nachhinein nicht unangenehm riecht oder der Parkett sich löst. Wenn sich diese Empfindungen in eine Partnerschaft hineintragen lassen, dann entsteht tiefe Liebe und Verbundenheit. Das würde der Welt guttun. Beat Studer, Mettmenstetten «Dies ist der Artikeltext. Er wiederholt sich jetzt mehrfach.»

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