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Gemeinderat von ennet der Grenze

Ein bekannter Walliseller Politiker zog nach Dietlikon, tat aber nicht dergleichen. Ein Fall für den Bezirksrat.

Von Alexander Lanner Wallisellen/Dietlikon – Den Namen Remund kennt man in Wallisellen. Doch seit ein Spross der bekannten Familie, der Unternehmer und Gemeinderat Urs Remund (FDP), im Herbst über die Grenze nach Dietlikon gezogen ist, wackeln alte Gewissheiten. Zumal er trotz des Umzugs in Wallisellen angemeldet blieb. Ist Remund jetzt noch ein Walliseller oder nicht? Und wenn nein, darf er dann weiter in Wallisellen politisieren? Der Bezirksrat Bülach schafft jetzt mit einem aufsichtsrechtlichen Gutachten Klarheit. «Wir sind zum Schluss gekommen, dass sich mit dem Umzug auch der Lebensmittelpunkt von Urs Remund in die Nachbargemeinde verschoben hat», sagt Ratsschreiber Peter Dürsteler. Remund müsse sich in Dietlikon anmelden, wenn er in seinem neuen Haus bleiben möchte. Dieses steht nur gerade 60 Meter hinter der Grenze zu Wallisellen. Weiter aktiv in Wallisellen In Wallisellen führt Remund aber weiterhin seinen Gartenbaubetrieb. Zudem besitzt er mehrere Liegenschaften und engagiert sich in verschiedenen Vereinen. Deshalb sei für ihn klar gewesen, dass sich an seinem Lebensmittelpunkt trotz Umzug nichts geändert hatte. Und deshalb blieb er in Wallisellen angemeldet, wo nach wie vor auch seine Schriften deponiert sind. Den Entscheid des Bezirksrats will er nicht kommentieren. Jetzt liegt der Ball bei den Dietliker Behörden. Remund müsse sich nun für eine Gemeinde entscheiden, heisst es dort. Dafür habe man ihm einige Wochen Bedenkfrist eingeräumt. Auch wenn er seinen Wohnort offiziell nach Dietlikon verlegt, darf er übrigens Walliseller Gemeinderat bleiben. Dafür muss er aber beim Bezirksrat ein Gesuch einreichen.

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