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Gemeinderat ignoriert den Volkswillen

Abstimmung über das Hulftegger-Areal in Stäfa

Es ist schon sonderbar, dass eine Milizbehörde in der Schweiz den Volkswillen ignoriert. Die Initiantinnen für Alterswohnungen auf dem Hulftegger-Areal werden bewusst ausmanövriert. Der Stäfner Gemeinderat lebt vor, wie ein Generationenvertrag zwischen Jung und Alt ausgehebelt, die Gesprächsbereitschaft verweigert und ignoriert wird. Wir alle wissen, dass der grösste Teil unserer Bevölkerung alt ist und wir gerade deshalb dieser Generation höchste Aufmerksamkeit schenken müssen. Sie hat es verdient. Würdevoll alt zu werden, muss für jeden Menschen unter uns ein grosses Anliegen sein, denn niemand kann sich dessen entziehen! Wir brauchen für sinnvolle Lösungen gerade eben die alten Menschen, welche unserer aktiven Generation erzählen, worauf es bei altersgerechten Wohnungen ankommt. Es erfordert aber Zuhörer und keine Gesprächsverweigerer. Wie aus dem Nichts wird uns Stimmbürgern kurz vor der Abstimmung zum Hulftegger-Areal ein neues Projekt als Notnagel vorgestellt, um den Erfolg der Initiative zu verhindern. Der Gemeindepräsident persönlich sagt, es würden dadurch weitere Familien- und Alterswohnungen entstehen, allerdings nicht am gewünschten Ort. Zum einen muss hierzu gesagt werden, dass die geplanten Alterswohnungen im Geren bei weitem nicht ausreichen werden, um die Nachfrage an Alterswohnungen zu decken. Letztere haben doch auch ganz andere Anforderungen an die Infrastruktur als junge Familien! Wir alle wissen, dass ältere und gebrechliche Menschen andere Bedürfnisse und körperliche Voraussetzungen mitbringen als die Arbeitsfähigen. Das Vorgehen des Gemeinderates ist als Alleingang zu verurteilen. Er verweigert die Gesprächsbereitschaft und verletzt damit wichtige Eigenschaften unserer direkten Demokratie. Die Initiantinnen für Alterswohnungen auf dem Hulftegger-Areal werden kalt abserviert und ausgespielt. Dieses Verhalten muss kurze Beine haben, weshalb am 26./27. September ein Ja zur Initiative in die Urne zu legen ist. Die Zauberformel der Zukunft heisst somit, lieber Gemeinderat, Betroffene zu Beteiligten machen und dadurch nebst Akzeptanz auch die beste, kostengünstigste Lösung zu erarbeiten.

BENJAMIN WASINGER, UERIKON

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