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Gefängnisstrafe für Pädophilen

Ein Chauffeur hat in Rümlang und Oberglatt drei Brüder über Jahre sexuell missbraucht. Nun hat das Obergericht die drei Jahre Freiheitsentzug bestätigt.

Von Attila Szenogrady Rümlang/Oberglatt – Ein Oberglatter Sexualstraftäter hat vor Obergericht den Aufschub seiner Gefängnisstrafe verlangt. Jetzt hat das Gericht den Antrag abgelehnt und schickt den 55-Jährigen hinter Gitter. Der pädophile Chauffeur hatte zwischen 1995 und 2003 drei zur Tatzeit minderjährige Männer, die heute 24, 26 und 27 Jahre alt sind, sexuell ausgebeutet. Erst im Oktober 2007 wurden die Taten bekannt, als eines der Opfer bei der Kantonspolizei Strafanzeige gegen den Chauffeur erstattete. Kurz nachdem die Polizei die Ermittlungen aufgenommen hatte, stellte sich heraus, dass auch die beiden älteren Brüder des Anzeigeerstatters zu seinen Opfern zählten. Tatorte waren jeweils die Wohnorte des Beschuldigten in Rümlang und Oberglatt. Bei den sexuellen Handlungen handelte es sich vor allem um orale und manuelle Praktiken. Kein unbeschriebenes Blatt Vor einem Jahr fand der erste Prozess vor dem Bezirksgericht Dielsdorf statt. Bald stellte sich heraus, dass der Geständige kein unbeschriebenes Blatt ist. So wurde er bereits im August 2000 wegen sexueller Handlungen mit einem Kind zu einer bedingten Gefängnisstrafe von zehn Monaten verurteilt. Die Richter setzten eine teilbedingte Strafe von drei Jahren fest, ein Jahr davon unbedingt. Und sie ordneten eine ambulante Therapie an. Am Dienstag verlangte die Verteidigung vor dem Zürcher Obergericht den Aufschub der Strafe. Ein Gang ins Gefängnis würde den Erfolg der bereits aufgenommenen Therapie gefährden, begründete der Anwalt sein Anliegen. Das Obergericht wies die Anträge zurück und bestätigte das Dielsdorfer Verdikt. Der Beschuldigte muss ein Jahr absitzen. Er hatte schon vor elf Jahren eine ambulante Massnahme besucht – und dabei seinen Therapeuten angelogen. Damals habe er sich just an einem der Brüder sexuell vergangen und die Tat verschwiegen, so das Gericht.

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