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Ganz entspannt an die Weltmeisterschaft

Die jungen Fussballerinnen des FC Schwerzenbach stehen vor einem grossen Abenteuer im Ausland.

Von Andy Pfister Schwerzenbach – Die Stimmung ist entspannt beim Training der E-Juniorinnen des FC Schwerzenbach. Nur etwas beschäftigt die Mädchen: Die farbigen Trainingsleibchen stinken. «Wann wäschst du die endlich?», wollen die Fussballerinnen naserümpfend von Trainer Koray Dimitris Altinok wissen. Wenig zu kümmern scheint sie dagegen, dass sie Anfang Juni an einer Art Mädchen-Fussballweltmeisterschaft teilnehmen werden. Zwar spielen an dem Turnier in Dänemark keine Nationalmannschaften gegeneinander, aber es ist das einzige weltweit, an dem sich Mädchenteams aus verschiedenen Ländern miteinander messen. Kämpfen ist besser als Tanzen «Ich habe ja meinen Glücksbringer», sagt Iris Velu und zeigt auf ihre Halskette. Die kecke Viertklässlerin wird in Dänemark das Schwerzenbacher Tor hüten. Fürs Stürmen zuständig ist Laura Bauert. Ob der Ball oft im gegnerischen Kasten landen wird, mag die Zehnjährige nicht voraussagen. «Mitmachen ist wichtiger als Gewinnen», sagt sie, ganz der vorbildliche Captain. Nach einer Pause wenden sich die Mädchen dem Konditionstraining zu. Nur Sarina Bosshard bleibt am Spielfeldrand zurück. Wegen einer Verletzung kann sie nicht mit an die WM. Als sie aber von ihrem Hobby erzählt, hellt sich ihr Gesicht auf. Früher habe sie Hip-Hop getanzt, aber das sei zu eintönig geworden. «Beim Fussball wird gekämpft, das ist spannender», sagt sie. Trotzdem ist sie froh, dass sie in Schwerzenbach in einer Mädchen-Mannschaft spielen kann. In ihrem Wohnort Gutenswil war das nicht möglich. «Dort gibt es nur eine gemischte Mannschaft. Und die Buben foulen oft.» Nach dem Match zum Shopping Sven Wintsch, der zweite Mannschaftstrainer, gibt ihr recht: Mädchen spielten weniger aggressiv als Knaben. «Dafür muss man die Mädchen immer beschäftigen», fügt er mit einem Schmunzeln hinzu. Für das fünf Tage dauernde Dänemark-Abenteuer hat er ein entsprechendes Programm zusammengestellt, mit Schwimmbadbesuch und Stadtbesichtigung. «Und natürlich werden wir auch shoppen gehen», sagt er. Der 22-Jährige ist überzeugt, dass er die aufmüpfige Mädchenschar im Zaum halten kann. Auch die Eltern scheinen ihm zu vertrauen. Karin Hesselmann aus Dübendorf lässt ihre Tochter für die WM zum ersten Mal allein ins Ausland reisen. «Sie wollte mich nicht dabei haben», sagt sie.Unterdessen hat der Schatten der Torumrahmung schon den Elfmeterpunkt erreicht. Mit einem Match soll das Training zu Ende gehen. Wintsch greift zu den Trainingsleibchen – «Nein!», tönt es im selben Augenblick lautstark aus den Reihen der Spielerinnen.

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