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«Für offizielle Spiele sollte sie das Tuch ablegen»

KopftuchstreitDie Basketballspielerin mit Kopftuch zieht den Verband vor Gericht,TA vom 11. März Lächerliches Problem. Derweil in Libyen Menschen für ihren Einsatz für Freiheit im Kampf gegen ihre Unterdrückung ihr Leben verlieren, wird in der Schweiz das Basketballspiel-Kopftuchverbot als Problem der Religionsfreiheit hochgespielt. Lächerlich ist es, wenn der Basketball-Verband keine Ausnahme seiner Regeln machen kann, ebenso lächerlich ist es, wenn Sura al-Shawk trotz der Liebe zu ihrem Hobby nicht ohne Kopftuch spielen will, nachdem sie die Verbandsregeln anerkannte, aber auch lächerlich ist es, wenn Anwalt Daniel Vischer den Fall sogar vor das Bundesgericht bringen will. Gibt es in der Schweiz nicht viele Opfer, Kinder, Alte, Behinderte, Kranke, die von unserer Bürokratie benachteiligt werden? Gerne würden sie um ihre Rechte kämpfen, falls ein menschenfreundlicher Anwalt sie unterstützte. Diese Hilfestellung im Stillen ist unspektakulär, deshalb hat sie kein Potenzial, ins Interesse der Medien und in den Fokus der politischen Publizität zu rücken. Waldemar Santi, Uitikon Eine Meinung unter vielen. Ich verstehe den Wirbel nicht. Religionsfreiheit ist eine Form der Meinungsfreiheit, nicht mehr. Die Spielerin darf meinen, dass sie das Kopftuch tragen müsse, so wie ich meinen darf, dass mich Gott zum Kaiser von China gemacht hat. Allerdings dürfen die Chinesen über diese Vorstellung lachen. Deren Freiheit hört erst auf, wenn ich ihnen zeigen kann, wo Gott hockt, und dass er das auch ist. Bis dahin bleibt es Meinung, behauptete Meinung, und die darf der Verband genauso wie meine Chinesen ablehnen, sogar ohne einen Grund anzugeben. Religion steht nicht über anderen Meinungen. Sie ist eine Meinung unter vielen. Das geht manchmal vergessen. Laurenz Hüsler, Egg bei Zürich Spielchen einer Undankbaren. Diese junge Frau kann das Kopftuch Tag und Nacht tragen, aber für offizielle Spiele sollte sie so grosszügig sein, das Tuch jeweils für eine Stunde abzulegen. Religion im Sportbereich provoziert. Müssen wir wegen einer einzigen Muslimin alles ändern? Sie ist in der wunderschönen Schweiz aufgewachsen, Schweizerin geworden, und jetzt macht sie dieses Spielchen. Ich hätte ein wenig Dankbarkeit erwartet, aber diese Selbstdarstellerin stellt sich in den Mittelpunkt und will bis vors Bundesgericht. Im arabischen Raum werden Christen diskriminiert, verfolgt und getötet. Dort sollte sich diese junge Muslimin engagieren. Die Frage ist erlaubt, wer die Prozesskosten bezahlt. Wahrscheinlich sind es wieder die Steuerzahler, die diese «religiöse Unsportlichkeit» bezahlen müssen. Emil Berner, Illnau Basketballspielerin Sura al-Shawk will auch mit Kopftuch für ihren Verein STV Luzern spielen können.Foto: Peter Lauth

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