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Frau Fieldings Privatshow in Rüti

Mit Shawne Fielding als Model hofft das Rütner Mode-Label Asandri auf den Durchbruch im Ausland. Gestern war Anprobe.

Von Michael von Ledebur Rüti – Berührungsängste sind Shawne Fielding eindeutig fremd. Die Ex-Frau des Ex-Botschafters Thomas Borer stapft vergnügt durch das Atelier des Rütner Mode-Labels Asandri. Und steht infolge Kleiderwechsels plötzlich in Unterwäsche da. Amerikanische Unverkrampftheit nennt man das wohl. An diesem Montagmorgen probt Fielding für eine Modeschau am kommenden Wochenende in Binz, einem Seebad auf der deutschen Ostseeinsel Rügen. Die Kleider sind im Vorfeld an ihre Masse angepasst worden. Fielding, eine der schillerndsten Figuren der Schweizer Cervelat-Prominenz, ist kein normales Model: Sie ist kleiner und etwas fester als ihre jüngeren Pendants, bekundet damit aber keinerlei Probleme: «Ich bin der Hollywood-Glamour-Typ, das typische Pin-up-Girl», sagt sie. Die Zusammenarbeit zwischen der ehemaligen Botschaftsgattin und dem Rütner Modelabel kam durch einen deutschen Modeschauveranstalter zustande. Dieser organisiert eine Schau ausschliesslich mit Schweizer Designern und hat Stefan Wiedmer und Alexandra Pfister von Asandri angefragt. Neben Fielding werden weitere 16 Modells im Einsatz stehen – «aber Shawne läuft ausschliesslich für uns», sagt Alexandra Pfister stolz. Bis zu 1000 Franken pro Kleid Wiedmer und Pfister, die auch privat liiert sind, betreiben seit 12 Jahren eine eigenständige Design-Agentur in Rüti. Sie kreieren Kleider im Auftrag von grossen Kleideranbietern wie Globus oder Manor. Kürzlich haben die beiden den Schritt zum eigenen Mode-Label gewagt und einen mittleren fünfstelligen Betrag investiert. Der Auftritt an der Modeschau im deutschen Seebad ist wichtig für Asandri. Wiedmer und Pfister haben sich auf Luxuskleider spezialisiert, ein Markt der klein und relativ abgeschottet ist. Die Preise ihrer Kleider bewegen sich zwischen 350 und 1000 Franken. Ein Erfolg im Ausland würde auch das Geschäft daheim vorwärtsbringen, sagt Wiedmer. Mittlerweile hat Shawne Fielding den virtuellen Laufsteg schon etliche Male abgeschritten, hat bunte Cocktail- und schlichte Baumwollkleider ebenso anprobiert wie das schwarze Business-Outfit. Sie modle etwa einmal wöchentlich, sagt sie. Und was kosten die Mannequin-Dienste der ehemaligen Miss Texas? Ihre Antwort: «Wenn Sie das wissen wollen, müssen Sie mich zum Essen ausführen.» Für das Promi-Model wurden die Kleider massgeschneidert.Foto: David Kündig

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