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Fortschritt fürs Zolliker Personal

Die Gemeinde gleicht ihr Personalrecht an jenes des Kantons an. Die Angestellten bekommen mehr Ferien.

Von Marius Huber Zollikon – Das Verhältnis zwischen der Gemeinde Zollikon und ihren Angestellten hat sich entspannt. Vor einem Jahr noch machten etwa 100 von ihnen mit einer Petition ihrem Unmut Luft und forderten bessere Arbeitsbedingungen, sekundiert von der Gewerkschaft VPOD. Diese stellte Zollikon öffentlich ein schlechtes Zeugnis aus und raunte, in der Gemeinde liege «vieles im Argen». Heute dagegen redet der Gewerkschaftssekretär Christoph Lips von «deutlichen Fortschritten», und die Zolliker Verwaltungschefin Regula Bach verspricht, dass die Zolliker Gemeindeangestellten sicher keine unterdurchschnittlichen Arbeitsbedingungen hätten. Grundlage für den Optimismus ist die neue Personalverordnung, welche diese Woche vorgestellt wurde. Sie bildet die Grundlage, aufgrund derer der Gemeinderat und die Schulpflege den Arbeitsalltag ihrer Angestellten regeln. Das Personal des Wohn- und Pflegezentrums Beugi, dem Epizentrum der Unzufriedenheit, dürfte vor allem auf die Lohn- und Arbeitszeitregelungen neugierig gewesen sein. Auf der Habenseite verbuchen sie in erster Linie zwei zusätzliche Ferientage. Eine ganze fünfte Ferienwoche – wie sie etwa Küsnacht kennt – mochte der Gemeinderat laut Bach nicht bezahlen. Und sein ursprünglicher Vorschlag, dass im Gegenzug für zusätzlich Ferientage länger gearbeitet werden solle, stiess bei einigen Angestellten auf wenig Verständnis. Während die Zolliker Personalverordnung in verschiedener Hinsicht an kantonales Recht angepasst wurde – etwa zur Vereinfachung flexibler Arbeitszeiten –, blieb ein zentraler Punkt unberührt: das Lohnsystem, das in Zollikon auch die individuelle Leistung gewichtet. Der VPOD kritisiert, dies sei intransparent und führe nicht selten zu Ungleichbehandlungen von Männern und Frauen. Regula Bach dagegen verspricht, man lege grossen Wert auf Gleichstellung und habe ein Modell, das Ungerechtigkeiten vermeide. Auch den zweiten Kritikpunkt des VPOD, dass eine Regelung für den Teuerungsausgleich fehle, lässt Bach nicht gelten. Eine Anpassung der Löhne mit Rücksicht auf die Kaufkraft sei durchaus vorgesehen – zwar keine automatische, «aber die gewährt auch sonst kein Arbeitgeber». Die Verordnung kommt im Dezember vor die Gemeindeversammlung.

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