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Er ist der Baumeister des Kantonalturnfests

Bald beginnen die Arbeiten an den Bauten für das Zürcher Kantonalturnfest in Wädenswil. Verantwortlich dafür ist Walter Streuli.

Von Ueli Zoss Wädenswil – Zu Hause in der Au breitet Walter Streuli eine Karte aus. Zu sehen ist im Massstab 1:5000 das Wettkampf- und Festgelände für das sportliche Grossereignis, das auf Wädenswil zukommt: das 45. Zürcher Kantonalturnfest vom 24. Juni bis 3. Juli. Auf einer Fläche von 168 Hektaren wird auf den wichtigsten Wettkampf- und Festgeländen Beichlen und Geren eine riesige Sportarena mit allem Drum und Dran aus dem Boden gestampft. Turn- und Festzelte werden eine regelrechte Zeltstadt bilden. Dazu kommt ein Campingplatz im Gerenwald für 2200 Zelte. Die Versorgung mit Strom und Wasser sowie die Entsorgung des Abwassers muss sichergestellt werden. Ein sechs Meter langer und fünf Meter breiter Steg wird über den Beichlen-Kanal gebaut, damit die Heerscharen von Turnern und Schaulustigen eine zusätzliche Überquerungsmöglichkeit bekommen.Streuli holt aus einem dicken Ordner weitere Pläne hervor. Sie zeigen die Orte des Geschehens an den insgesamt sechs Wettkampftagen. Markante Punkte sind die Arena für die Vereinswettkämpfe, das grosse Zelt für die Kunstturner oder Start und Ziel für den Crosslauf. Alle Pläne hat der Architekt selbst entworfen. Gewappnet gegen Regen Die Organisatoren wollen nicht nur Anlagen errichten, die den hohen turnerischen Ansprüchen der Wettkämpfer und Wettkämpferinnen gerecht werden, sondern auch eine Infrastruktur bereitstellen, die allen Besuchern ein angenehmes Umfeld bietet. «Wir sind in der glücklichen Lage, dass es zwischen Schön- und Schlechtwetterprogramm keinen Unterschied gibt. Sämtliche Anlagen werden wettersicher installiert», sagt Walter Streuli. Aber natürlich hofft er auf die Variante mit Sonnenschein. Für den Bauunternehmer ist die Funktion im Kern-OK des Kantonalen als Leiter Infrastruktur und Bauten wegen seiner gewohnten Arbeit «tägliches Brot», wie er sagt. Als er die Lehre als Hochbauzeichner absolvierte, wohnte Streuli schon einmal einem sportlichen Grossanlass in Wädenswil bei, dem Zürcher Kantonalschwingfest von 1968. «Ich arbeitete an der Eintrittskasse. Ich weiss noch, wie der damalige Schwingerkönig Karl Meli gewann.» Einem Turnverein gehörte er nie an, aber er spielte für den HC Wädenswil Handball und ruderte für den SC Wädenswil. Keine Wiederverwendung Die Bauten für den Mega-Anlass werden umgehend wieder abgebrochen. «Nachhaltig sind sie nicht», bedauert Streuli. Er hofft aber auf eine bleibende und positive Erinnerung an den Anlass. «Wenn die Turner am Ende sagen, das war ein tolles Fest, bin ich glücklich.» Es wäre ein ideeller Lohn für viele Aufwendungen. Allein im Januar hat Streuli ehrenamtlich im Rahmen von Besprechungen immer wieder fürs Kantonale gearbeitet. «Jetzt kann es endlich losgehen», sagt der Baumeister des Turnfests. «Auch in Sachen Wettkampfleitung, Finanzen, Marketing und Festwirtschaft sind wir bereit.» Mit den Bauten wird Ende Mai begonnen. Rund 200 Arbeitskräfte kommen zum Einsatz, die meisten stellt der Zivilschutz. «Bis zur Eröffnungsfeier sollte alles fertig sein», sagt Streuli lachend und hält fest: «Das wird für Wädenswil ein einmaliges Erlebnis.»

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