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Entspannung im Alltag Woodstock in Oberwinterthur

B-Side Was man nicht zu wissen braucht Die Frau kniet auf der Strasse hinter dem parkenden Auto. Ihre vollen Einkaufstaschen stehen auf dem Trottoir. Sie kauert dort bewegungslos in andächtiger Pose: die Schienbeine flach auf dem Boden, die Füsse im rechten Winkel hochstehend, der Oberkörper gestreckt nach vorne gebeugt, die Hände schulterbreit rechts und links neben der Stirn auf dem Asphalt. Die Frau hat einfach innegehalten, mitten im Alltagsgehetze. Doch was für ein ungewöhnlicher Ort zum Meditieren. Und was macht sie genau? Eine fernöstliche Atemübung? Eine Anfängerlektion im Schattenboxen. Den Yoga-Morgengruss? Offensichtlich kann man überall einmal kurz zur Ruhe kommen. Hommm . . . Da neigt die Frau bedächtig den Kopf nach links. Plötzlich schnellt ihr Arm vor und greift nach etwas unter dem Auto. Ob es ihr Schlüsselanhänger ist oder eine Kontaktlinse? – Schwer zu erkennen. Die Frau erhebt sich, nimmt ihre Taschen und stapft energisch davon – aber irgendwie wirkt sie dabei ein bisschen entspannt. (afo) Weltrekord Grosse Ereignisse werfen ihren Schatten voraus, auch dieses Monsterkonzert. Nächsten Sonntag tritt Vicente Patiz in Winterthur auf. «Wer?» – Der Gitarrenmagier aus dem sächsischen Johanngeorgenstadt. «Aha, ja und?» Patiz wird dann schon fünf Konzerte in den Knochen haben. «Wieso?» – Weil er am Samstag in Oberhausen damit begonnen hat zu spielen. «In Oberwinterthur?» – Nein, in Oberhausen. «Am Albis?»– Nein, in Deutschland und danach in Eupen, Belgien. Und nach Winterthur wird er nochmals zwei Konzerte geben. In Vaduz und irgendwo in Österreich. «Wow!» – Genau, und um die Diskussion abzukürzen sei erklärt: Patiz präsentiert seine neue CD mit einem Weltrekordversuch. Mit acht Konzerten in acht Ländern innert 24 Stunden. Und es soll nun ja kein Winterthurer fragen, was er von einem völlig übermüdeten Gitarristen auf der Bühne habe. Damals in Woodstock hätte er das auch nicht gefragt. Er soll einfach ein Guinness bestellen und eins aufs Buch trinken. PS: Für Lehrlinge mit gültiger Legi kostet der Eintritt ins Kirchgemeindehaus Stadt nur 10 Franken. (reu)

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