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Entscheid der Schutzbehörden ist schwer nachvollziehbar

Die Schutzbehörden stehen in der Kritik. Doch der Staat ist jenen, über deren Leben er bestimmt, etwas schuldig: Fakten, nicht Freundschaften, sollen über das Schicksal eines Menschen entscheiden.

Sie stehen im harschen Gegenwind der Kritik, seit sie im Januar 2013 ihre Aufgabe aufgenommen haben: die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden, kurz Kesb genannt. Sie seien undurchsichtig, technokratisch und teuer, heisst es.

Unerwartet kommt diese Kritik nicht. Und sie ist zum Teil auch nicht vermeidbar. Wenn die Behörden einem Menschen das Recht auf Selbstbestimmung ganz oder teilweise absprechen müssen, geht das fast nie ohne Konflikte. Umso wichtiger und richtiger ist es, dass diese oft sehr schwierigen und weitreichenden Entscheide nicht lokalen Gremien überlassen bleiben. So ist die Gefahr geringer, dass die Rücksicht auf die Gemeindefinanzen eine grössere Rolle spielt als das Wohl des Kindes, das daheim verprügelt wird. Oder dass sich die Behörden scheuen, einen harten Entscheid zu fällen, nur weil der Betroffene ein guter Freund des Gemeindepräsidenten ist.

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