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Ein tanzendes Trio wies den Weg zum Erfolg

Der erste Halbfinal war eine einseitige Sache. Lemm, Bodenmann und Rintanen sorgten für die Differenz.

Die Klotener Matchwinner Von Etienne Wuillemin, Kloten Der erste Sieg der Flyers hatte viele prägende Figuren. Er war das Produkt einer herausragenden Leistung der ganzen Mannschaft. Einer Mannschaft, welche die Zuschauer bereits im zweiten Drittel zur ersten «Standing Ovation» animierte. Und trotzdem stachen drei Klotener Stürmer heraus: Romano Lemm, Kimmo Rintanen und – allen voran – Simon Bodenmann. Die nominell dritte Sturmreihe war für die ersten beiden Flyers-Tore verantwortlich. Sie kreierte regelmässig Chancen vor SCB-Torhüter Marco Bührer. Ja sie tanzte regelrecht durch die Berner Abwehr. Das Trio steigerte sich im Vergleich zum fünften Spiel gegen die ZSC Lions massiv. Es scheint, als hätte es jenes Spiel gebraucht, um sich aneinander zu gewöhnen. Center Lemm dirigierte das Spiel, schuf mit seinen Energieanfällen Raum für seine Flügel. Er sagte: «Der Druck ist nach dem Derbysieg verschwunden – und das tut uns gut.» Kimmo Rintanen hatte seinen grossen Auftritt beim zweiten Klotener Treffer, dem Game-Winning-Goal. Erst spielte er Lemm herrlich frei, danach verwertete er den Abpraller von Bührer gleich selbst. Der Finne sprach von einer besonderen Genugtuung. Nach den ersten beiden Spielen gegen den ZSC hatte ihm Trainer Eldebrink eine Zwangspause verordnet. Rintanen scheint nun seine Motivation wiedergefunden zu haben. Den Grund für seine Leistungssteigerung hat der 37-Jährige schnell ausgemacht: «Ich musste nicht mehr über das ganze Eisfeld jagen und Checks machen. Die Spielweise in dieser neuen Linie kommt meinen Stärken genau entgegen.» Der überragende Akteur des ersten Halbfinals war aber Simon Bodenmann. Der Flügel lenkte das Spiel mit dem 1:0 früh in die gewünschten Bahnen. Danach kam er dank seinem Tempo immer wieder zu Chancen. Nach der Partie erschien er strahlend und gelassen vor den zahlreichen Medien. Seine eigene Leistung wollte Bodenmann nicht in den Vordergrund stellen. Viel mehr lobte er Rintanen. «Es ist unglaublich, wie er mich immer wieder lancierte. Ich hätte mindestens vier Tore schiessen müssen.» Am Donnerstag in Bern erwartet Bodenmann einen ganz anders eingestellten Gegner. Einen SCB, der vermehrt selbst die Initiative sucht. Das Rezept, um den zu erwartenden Berner Ansturm zu überstehen, kennt der 23-Jährige dennoch: «Unsere Stürmer sind mit Sicherheit schneller als ihre grossen Verteidiger.» Es tönt, als plane Bodenmann noch manchen Tanz mit den Berner Bären.Sheddens Aussetzer, Seite 49 Bildlegende Text.Foto: Vorname Name, Agentur

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