Zum Hauptinhalt springen

Ein Profi im Regionalfussball

Urs Schönenberger führte einst den FC Thun in die Champions League. Heute Samstag coacht er erstmals Niederweningen im Cup gegen United Zürich.

Von David Schweizer Am Donnerstagabend leitete Urs Schönenberger das erste Training beim Zweitligisten Niederweningen. «Die Spieler sind motiviert und froh, dass ich da bin», sagt der Nachfolger des glücklosen Roger Wenger. Klar ist: Der prominente Coach, der vor fünf Jahren noch mit Thun in der Champions League für Furore sorgte, betreut die Wehntaler nur temporär. Während Schönenberger das erfolglose Team wieder auf Kurs bringen will, suchen die Vereinsverantwortlichen eine neue Dauerlösung. «Ich bin natürlich offen für einen Job im Profifussball», bekräftigt der 51-Jährige, der zuletzt bis Anfang 2009 beim österreichischen Verein Altach engagiert war. Niederweningen, das sich am Dienstag im vierten Spiel gegen Phönix Seen (0:0) den ersten Punkt sicherte, erwartet eine schwierige Meisterschaft. Der langjährige Trainer der Unterländer, Peter Kloter, hat dem Vorsaison-Sechsten die besten Offensivkräfte, Remo Riedener und Raphael Dorsaz, entzogen. Sie spielen jetzt in Kloters neuem Klub Wettingen. Ersetzt wurden sie durch eigene Junioren. Niederweningen sei ein einfacher Verein, der nicht über die finanziellen Mittel verfüge, um sich teure externe Fussballer zu leisten, weiss Schönenberger, der seit einiger Zeit im Senioren-Team des Vereins mitspielt. Auf den Tabellenvorletzten der Gruppe 1 warten wegweisende Wochen. In den nächsten zwei Partien kommt es zu den Direktduellen gegen die ebenfalls zu den Abstiegskandidaten zählenden Effretikon und Herrliberg. «Es hat in den bisherigen Spielen nicht viel gefehlt», ist Schönenberger überzeugt. Eine noch kompaktere Defensive und eine verbesserte Chancenverwertung sind für ihn die entscheidenden Faktoren. Di Jorio nur noch Spieler Die Ernstkampf-Premiere erlebt Urs Schönenberger allerdings bereits heute Samstag in der 2. Runde des Regionalcups gegen United Zürich (Huebwies, 18 Uhr). Auch die ambitionierten Stadtzürcher können mit dem bisherigen Abschneiden in der Gruppe 2 nicht zufrieden sein (1 Sieg, 4 Niederlagen). Die erste Konsequenz: Massimo Rizzo kümmert sich künftig ums Training sowie Coaching und wird selbst nicht mehr auflaufen. Dafür wird sich Franco Di Jorio ausschliesslich auf seine Spielertätigkeit konzentrieren. «Zwei Spielertrainer gehen nicht», sagt Sportchef Giuseppe Fabio. «Franco musste sich um zu viele Dinge rund um den Match kümmern.» Mit dieser Trennung der Kompetenzen hofft Fabio auch, dass Franco Di Jorio wieder zu alter Stärke zurückfindet. «Sein Formstand liegt nach einer Verletzung erst bei 60 Prozent.» Das sportliche Tief hat für den United-Sportchef zudem mit dem Fehlen von potenziellen Leistungsträgern zu tun. Marko Milosavac (Beruf), Agron Balaj (verletzt) und Boban Konatar (private Gründe) standen zuletzt nicht zur Verfügung. Deshalb schliesst Giuseppe Fabio auch weitere Transfers nicht aus. In der Winterpause will er bereits das Team für die 2. Liga interregional umrüsten. «Vielen reicht es nicht mehr», sagt er deutlich. Regionalcup, 2. Runde: Heute Samstag: 13.00: Rümlang (3. Liga) - BC Albisrieden (3.). 15.30: Neumünster (4.) - Lachen/Altendorf (3.). 16.00: Altstetten (3.) - Horgen (2.). Blue Stars (2.) - Dübendorf (2.). 16.30: Witikon (3.) - Zürich-Affoltern (2.). 17.00: Srbija (3.) - Uster (2.). Buttikon (3.) - Schwamendingen (2.). Pfäffikon (3.) - Kilchberg-Rüschlikon (2.). Volketswil (3.) - Bassersdorf (2.). 17.15: Dinamo Schaffhausen (4.) - Hinwil (3.). 18.00: Sporting Club Schaffhausen (4.) - Tössfeld (3.). Wiesendangen (3.) - Unterstrass (2.). Greifensee (3.) - Wollerau (3.). Glattbrugg (4.) - Oberwinterthur (3.). Ellikon Marthalen (3.) - Dietikon (2.). Niederweningen (2.) - United Zürich (2.). Oberglatt (4.) - Urdorf (2.). Fällanden (4.) - Embrach (3.). Brüttisellen-Dietlikon (3.) - Wetzikon (2.). Fehraltorf (4.) - Thayngen (3.). Räterschen (3.) - Industrie Turicum (3.). 18.30: Engstringen (3.) - Bülach (2.). Meilen (3.) - Einsiedeln (2.). Wülflingen (3.) - Regensdorf (2.). 19.00: Oetwil-Geroldswil (3.) - Stäfa (3.). 19.30: Diessenhofen (3.) - Effretikon (2.). – Bereits gespielt: Veltheim (3.) - Siebnen (2.) 2:1. Urs Schönenberger war zuletzt beim SC Altach unter Vertrag. Foto: EQ Images

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch