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Ein Familienbad mit Sauna und Kinderbecken für Dietlikon

Das Hallenbad Faisswiesen in Dietlikon wird saniert und umgebaut. Mit neuen Becken und einem Wellnessbereich möchten die Betreiber die Besucherzahlen in den nächsten vier Jahren verdoppeln.

Von Andreas Mäder Dietlikon – «Besucher werden in Dietlikon den gleichen Effekt der Entspannung wie in Schinznach oder in Zurzach erleben», verspricht Thomas Reutener, Geschäftsführer der Sportanlagen Faisswiesen AG. Bereits am 1. Januar 2011 soll das renovierte und erweiterte Hallenbad unter dem Namen Aqua-life eröffnet werden. Mit neuem Kinderbereich, einem Nichtschwimmerbecken und einer Wellnessabteilung mit Sauna. Mit diesen neuen Bereichen im Anbau an das bestehende Schwimmbecken kommt die ganze Familie zum Zug. Die Kinder können sich im flachen Wasser austoben und die Eltern im Schwimmerbereich ungestört ihre Bahnen ziehen – oder sich in der Sauna und im Sprudelbad entspannen. Verschiedene Becken für unterschiedliche Bedürfnisse, so lautet gemäss Reutener das Konzept. Bauarbeiten im Zeitplan Der Umbau der Sportanlagen Faisswiesen begann im März. Gemäss Bauleiterin Carine Steiner sind die Arbeiten bisher plangemäss verlaufen: «Die Bauarbeiten verlaufen reibungslos.» Schwierigkeiten seien nicht aufgetaucht, auch wenn der Alltag auf der Baustelle immer wieder Knacknüsse biete. So sind die Wasser-Filteranlagen grösser als die Türen im Untergeschoss des Bades. Mit Drehen und Wenden sei es den Arbeitern dann aber doch gelungen, die Filter an den vorgesehenen Platz zu transportieren. Gemäss Zeitplan soll die Anlage bereits im November fertig sein, damit noch Zeit für den Testbetrieb der Filter und der Pumpen bleibt. Im Moment prägen noch Bauarbeiter das Bild im Hallenbad. Der Betonmischer steht im Schwimmerbecken – und statt mit Badehose sind die Menschen mit Arbeitshosen bekleidet. Am Standort der zukünftigen Umkleidekabinen montieren die Arbeiter Stromleitungen und bereiten den Boden für die Verlegung der Fliesen vor. Im Umkleidebereich ist Männern, Frauen, Mädchen und Knaben jeweils ein getrennter Bereich zugeordnet. Diese Bauweise sei heutzutage in Badeanstalten üblich, um Pädophile fernzuhalten, so Thomas Reutener. Für die Bauarbeiten steht ein Kredit von 7,5 Millionen Franken zur Verfügung. Wie viel Geld der Neubau und die Sanierung letztendlich kosten werden, wollen die Verantwortlichen noch nicht verraten. Man werde aber über dem Kreditbetrag liegen, da gewisse Arbeiten am Frei- und am Sprudelbad bereits jetzt ausgeführt würden, die für später vorgesehen waren. Ausserdem seien bei den Plänen noch Anpassungen nötig gewesen, um die Qualität des Baus zu verbessern. Verantwortlich für den Umbau ist die private Organisation «Sportanlagen Faisswiesen AG», an der die Gemeinden Dietlikon und Wangen-Brüttisellen mit je einem Aktienanteil von 35 Prozent beteiligt sind. Die Zusammenarbeit zwischen der AG und den Gemeinden verlaufe optimal, sagt Reutener. Kundenservice verbessern Der Geschäftsführer der Sportanlagen Faisswiesen AG ist im Zürcher Unterland kein Unbekannter. Er ist neben seiner Aufgabe in Dietlikon auch Geschäftsführer der Sportanlagen Wallisellen und betreut die dortige Badeanlage Water World. Eine Konkurrenz unter den beiden Badeeinrichtungen in den Nachbargemeinden befürchtet er nicht – im Gegenteil: «Wallisellen und Dietlikon ergänzen sich», erklärt Reutener. Aus Wallisellen übernehmen will er den dort erprobten, verbesserten Kundenservice. Er erwartet, dass die Badegäste deshalb in Zukunft beide Anlagen benutzen und öfter schwimmen gehen. Sein Ziel ist es, die Besucherzahlen im umgebauten Hallenbad Faisswiesen in Dietlikon in den nächsten vier Jahren zu verdoppeln. Sollte der Betrieb gemäss den Erwartungen des Geschäftsführers laufen, sei auch eine Reduktion der jährlichen finanziellen Unterstützungsbeiträge durch die Gemeinden denkbar. Overall statt Bikini: Noch wird in Dietlikon gebaut – nicht gebadet. Foto: Andreas Mäder

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