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Ein Erlebnispark für Behinderte

Die Stiftung Pigna erweitert ihre Anlage im Klotener Graswinkel. Menschen mit einer Behinderung erhalten so mehr Lebensqualität.

Von Olav Brunner Kloten – Ein schöneres Geschenk als den gestrigen Spatenstich zum Erweiterungsbau Graswinkel 2 konnte sich die Stiftung Pigna in Kloten zum Jubiläum ihres 30-jährigen Wirkens nicht wünschen. Auf einem 5000 Quadratmeter grossen Areal entsteht, angrenzend an die bestehenden Gebäude, ein Bewegungs-, Therapie- und Aktionsraum. «Aus einem Traum wird Lebensraum», freute sich Pigna-Stiftungspräsident Peter Oeschger. Der im Kanton Zürich einmalige Park mit verschiedenen Erlebnisräumen gibt Menschen mit schweren Behinderungen die Möglichkeit, sich in einer geschützten Umgebung frei zu entfalten. Gewächshaus und Streichelzoo Neben dem Erlebnispark wird die Tagesstätte Graswinkel um 15 Plätze und das Wohnangebot um 12 Plätze erweitert. Zehn Menschen mit einer Behinderung finden eine neue Beschäftigung und werden die neue Anlage und den Streichelzoo unterhalten. Ein unbeheiztes, 670 Quadratmeter grosses Gewächshaus bietet ganzjährig benutzbaren, geschützten Freiraum für therapeutische oder kreative Arbeiten. Bei tiefen Temperaturen steht ein kleinerer, beheizter Aufenthaltsraum zur Verfügung. Ein Zaun umgibt den Pigna-Park und schützt die Bewohner vor fremden Blicken. Pigna-Geschäftsführer Walter Schäppi entwickelte mit einer Arbeitsgruppe als treibende Kraft das neue Projekt. «Damit Aggressionen unter den behinderten Menschen erst gar nicht aufkommen, entstand die Idee des Pigna-Parks, mit viel Freiraum und Entfaltungsmöglichkeiten», erklärte Schäppi. Weil die Lebenserwartung von Menschen mit einer Behinderung stetig steigt, würden heute neue Probleme wie Altersdemenz auftreten und damit auch Aggression. Kräftig geschaufelt Stadtpräsident Réne Huber freut sich über das Projekt: «Wir suchten nach einer Lösung, die allen dient, und alle Beteiligten zogen mit.» Auch die unmittelbare Nachbarschaft unterstützte die neue Anlage und verzichtete auf Rekurse. Für den neuen Kindergarten, den Pigna baut, stellt die Stadt das Land im Baurecht zur Verfügung und zahlt der Pigna-Stiftung für das Gebäude Miete. Das Park-Areal pachtet die Stiftung von der Stadt. Die Pigna-Bewohner freuten sich seit Tagen auf den ersten Spatenstich für die neue Anlage. Mit Begeisterung schaufelten sie Erde in eine Schubkarre und genossen die Abwechslung im Tagesablauf. Ab Spätsommer 2012 können sie sich in einer sicheren Umgebung frei bewegen, Pflanzen riechen und Holz, Wasser oder Klanginstallationen erleben.

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