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Ein brutaler Freier, der mit Blüten zahlen wollte – oder gar nicht

Das Obergericht hat einen Freier wegen Geldfälschung und Körperverletzung zu 16 Monaten verurteilt.

Zürich – Der 46-Jährige schlug eine Prostituierte zusammen. Eine andere wollte er mit Falschgeld abspeisen, das ihm dann aber geraubt wurde. Die Zürcher Oberrichter erhöhten die Strafe des Bezirksgerichts Dietikon um zwei Monate. Die Schuldpunkte wurden umfassend bestätigt. Die Hälfte der 16-monatigen Freiheitsstrafe muss der Verurteilte nun verbüssen. Callgirl war Lockvogel Mithilfe seines Computers hatte der Lastwagenchauffeur im Frühjahr 2008 drei falsche 1000-Franken-Banknoten hergestellt. Mehrere Monate später wollte er mit den Blüten eine Prostituierte hinters Licht führen. Der Plan ging schief, weil es sich beim vermeintlichen Callgirl um einen Lockvogel einer Räuberbande handelte. Der Freier wurde am vereinbarten Treffpunkt in Winterthur von zwei Männern überfallen und ausgeraubt. Die Räuber bemerkten zu spät, dass sie neben 19 echten Franken auch die gefälschten 1000er-Noten erbeutet hatten. Bei der Aufklärung des Raubüberfalls stiessen die Untersuchungsbehörden auf die Blüten. In einem zweiten Fall traf der Angeschuldigte wirklich auf eine Prostituierte. Im Mai 2009 lockte er auf dem Zürcher Strassenstrich die Sexarbeiterin auf einen abgelegenen Parkplatz. Er verprügelte sie nach einem Streit und liess sie ohne Lohn zurück. Plumpe Fälschungen Die Verteidigung beantragte eine Verurteilung zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 30 Franken und eine Busse von 800 Franken. Es könnten dem Angeschuldigten bloss versuchte Geldfälschung und Tätlichkeiten vorgeworfen werden. Die Blüten seien zu plump gewesen, und die Prostituierte habe in sadomasochistische Praktiken eingewilligt. Die Staatsanwaltschaft verlangte eine Bestätigung der erstinstanzlichen Schuldsprüche und eine deutliche Erhöhung der Strafe auf 24 Monate Freiheitsentzug. Das Obergericht hielt fest, dass auch plumpe Fälschungen den Straftatbestand erfüllten. Im Fall der Körperverletzung bezeichnete es die Aussagen des Opfers als glaubhaft. (SDA)

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