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Die Zuhörer nickten begeistert

Die SVP Rüti hat ihrer Gemeinde zum 1. August hohen Besuch beschert. In der Reithalle referierte Christoph Blocher.

Von Stefanie Pfändler Rüti – Christoph Blocher tat gestern Abend in Rüti das, was er am besten kann: reden. Das Volk ass derweilen Bratwürste und war begeistert. In der zum Bersten gefüllten Reithalle hatte der ideologische Übervater der SVP ein wohlgesinntes Publikum vor sich. Und worüber liesse sich anlässlich des 1. August besser referieren als über das, was dem Alt-Bundesrat so sehr am Herzen liegt: Heimat, Nationalstolz und all die, die der Schweiz angeblich an den Kragen wollen. Bis heute seien die Werte von 1291 die tragende Säule unserer Nation, sagte Blocher. Innert Sekunden ebnete er in der Reithalle das Feld für einen Feldzug gegen das Establishment, die EU und die Abzocker der Nation. «Wenn man selber nicht mehr bestimmen kann, dann bestimmen andere», sagte Blocher zur aktuellen EU-Debatte. Die Zuhörer nickten und raunten. Böse Ausländer und Linke Inhaltlich folgte dann eher wenig – Blochers Argumentation war eine emotionale. Doch genau das war es, was das applaudierende Volk am Nationalfeiertag hören wollte. Auch Witze auf Kosten des Bundesrats kamen gut an: «Wir müssen aufpassen, sonst sind wir bald isoliert, schreien alle in Bern», spottete der Herrliberger. «Dass man im Bundeshaus rasch isoliert ist, habe ich selber erfahren. Aber im Volk – da ist doch keiner isoliert.» Applaus. Lachen. Und weiter: «Man muss nur ein bisschen Englisch können, und schon kann man sich Weltbürger nennen.» Blocher sprach wie gewohnt charismatisch, wetterte, wo vor SVP-Publikum gewettert werden sollte, und lobte, wo Lob angebracht ist. Und er warnte. Warnte vor den Ausländern und Linken, vor den abgehobenen Herren in Bern und dem Monster EU. Prangerte die notorisch zu hohen Steuern an und die Idee, nach Libyen Soldaten zu schicken. Und er hielt eine Ode an das Volk. Er wurde seiner Rolle als Volkstribun einmal mehr gerecht. Christoph Blocher hatte Freude an seinem Auftritt, das sah man ihm an. Und die Freude übertrug sich aufs Publikum. Christoph Blocher.

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