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Die Stadt Zürich stimmt der Waffenschutz-Initiative hoch zu

Die Waffenschutz-Initiative spaltet den Kanton Zürich: Im Stadtzürcher Kreis 4 + 5 liegt die Zustimmung bei 80 Prozent, in Bachs bei 10.

Von Stefan Häne Zürich – Ein tiefer Stadt-Land-Graben zieht sich durch den Kanton Zürich. Aufgerissen hat ihn die Waffenschutz-Initiative, die eine knappe Mehrheit gefunden hat – dank der Stadt Zürich, in der die Zustimmung bei 65,4 Prozent lag. Im Kreis 4+5 befürworteten fast 80 Prozent die Initiative. Selbst die Bevölkerung in Schwamendingen (Kreis 12), einem Arbeiterquartier mit einer vergleichsweise starken SVP, legte mehrheitlich ein Ja in die Urne. Hoch war der Ja-Anteil auch in den Winterthurer Wahlkreisen Altstadt (64,2) und Veltheim (64,9). Anders präsentiert sich die Lage auf dem Land. In keinem Bezirk hat das Ansinnen eine Mehrheit gefunden. Besonders markant war die Ablehnung im Norden des Kantons Zürich, genauer: im Bezirk Andelfingen, wo zwei Drittel der Stimmberechtigten Nein zur Initiative sagten. Die stärkste Bastion der Initiativ-Gegner liegt freilich im Bezirk Dielsdorf. In der Gemeinde Bachs mit ihren knapp 600 Einwohnerinnen und Einwohnern haben 89,7 Prozent der Stimmberechtigten gegen die Initiative votiert. Gemeindepräsident Emanuel Hunziker (parteilos) zeigt sich über dieses klare Verdikt überrascht. Mit einem Nein habe er gerechnet, aber nicht in dieser Höhe. Hunziker spricht von einem «Novum». Die Gemeinde ist eine SVP-Hochburg: Bei den Nationalratswahlen 2007 gab mehr als jeder Zweite seine Stimme der Rechtspartei. Hunziker sagt, die Gemeinde sei ländlich geprägt, zudem wirke ein «sehr aktiver» Schiessverein. Mitgespielt habe womöglich auch eine Eigenheit von Bachs: Der Igel sei das Symboltier der Gemeinde. «Und dieser ist bis auf die Stacheln bewaffnet.» Auch in Volken mit einem Nein-Stimmen-Anteil von 80,3 Prozent ist der lokale Schiessverein stark präsent, wie Vizegemeindepräsident Ferdi Hodel (parteilos) sagt. Nicht alle Landgemeinden haben die Initiative bachab geschickt. Im Bezirk Affoltern schert eine Reihe von Gemeinden aus: Aeugst, Bonstetten, Hedingen, Mettmenstetten, Rifferswil und Wettswil. Eine Erklärung: In diesen Gemeinden wohnen viele ehemalige Stadtzürcher, die zwar aufs Land gezogen sind, aber noch immer urban ticken.

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