Zum Hauptinhalt springen

Die plötzliche Befreiung der Flyers

Wie Kloten im ersten Halbfinal gegen Bern zur Leichtigkeit der Qualifikation zurückfand.

Playoff Von Etienne Wuillemin, Kloten Das Malheur geschah beim Aufwärmen vor dem Spiel. Félicien Du Bois wurde von einem abgelenkten Puck an der Unterlippe getroffen. Die Wunde musste mit einem Stich genäht werden. «Kaum der Rede wert», sagt Du Bois am Tag danach gut gelaunt, «das war mein persönlicher Weckruf.» Viel mehr als dieser abgelenkte Puck ging beim Halbfinal-Auftakt der Flyers gegen Bern nicht schief. 4:1 besiegten sie den Titelverteidiger. Es war ein Auftritt, der Erinnerungen weckte an die vielen beschwingten Siege zu Beginn der Saison. Ein Auftritt arm an Fehlern in der Defensive, dafür mit viel Tempo und Kreativität in der Offensive. Ein Auftritt auch, bei dem die Flyers ihren favorisierten Widersacher, der zuvor acht Spiele in Serie gewonnen hatte, während 50 von 60 Minuten dominierten. «Wir haben endlich wieder einmal gespielt, ohne gross zu überlegen», ist das Fazit von Du Bois. Der Verteidiger ist das beste Beispiel für die Steigerung, die am Dienstag vielen Klotenern gelang, verglichen mit der Leistung gegen den ZSC. «Wir haben in der Garderobe viel über das Derby gesprochen. Wir konnten im Viertelfinal nur verlieren. Natürlich versuchten das alle auszublenden, aber manchmal kann das schwierig sein», gibt Du Bois zu. Das frühe Schlüsselerlebnis Trainer Anders Eldebrink bezeichnet das 3:5 im zweiten Spiel gegen den ZSC als das schwächste Spiel der Saison, «aber diese Erfahrung war wichtig für uns», erklärt er. «Wir konnten über die Gefühle und das Geschehene sprechen, und jetzt haben wir unsere Lehren daraus gezogen.» Einer, der die Vorgaben von Eldebrink am Dienstag nahezu perfekt umsetzte, war Verteidiger Marc Welti. Er schuf mit seiner physischen Präsenz Räume, damit Patrick Von Gunten seine offensiven Impulse setzen konnte. «Die Berner haben wohl gedacht, sie dominieren die Zweikämpfe», sagte Welti. «Sie waren überrascht, wie hart wir spielten.» Das 0:4 des letztjährigen Halbfinals ist aus den Köpfen der Flyers verschwunden. Sie bezeichnen das 3:0 auswärts im dritten Spiel dieser Saison als Schlüsselerlebnis. «Seither wissen wir: Der SC Bern ist schlagbar», ist Welti überzeugt. Diese Gewissheit nehmen die Klotener heute mit nach Bern für Spiel 2 der Serie. Huras und der verlorene Job Während Kloten in Bern unverändert antritt, also weiterhin ohne DuPont und Hollenstein, verändert SCB-Trainer Larry Huras bereits sämtliche Linien. Bei den Ausländern muss Gamache dem genesenen McLean weichen. Zudem nimmt Scherwey den Platz von Vermin ein. Das Zeichen von Huras könnte deutlicher nicht sein: Er erwartet von seinem Team eine wesentliche Steigerung – vor allem im physischen Bereich. Immerhin, Huras verlor seinen Humor nicht ob der Niederlage. Auf die Frage, ob er sich erinnern könne, wann er zum letzten Mal in einer Playoff-Serie im Rückstand war, sagte der Kanadier: «Das war mit Lugano gegen Ambri. Nach der zweiten Niederlage wurde ich entlassen. Nun, ich denke es wäre besser, wenn wir die Serie ausgleichen.» ViertelfinalsHalbfinals(best of 7) Davos - Fribourg4:0Davos - Zug1:0 4:1, 4:2, 7:0, 7:2 3:1 Kloten - ZSC Lions4:1 2:1, 3:5, 4:3v, 2:1, 3:2v Bern - SCL Tigers4:0Kloten - Bern1:0 3:1, 4:2, 5:0, 3:2v 4:1 Zug - Servette4:2 5:8, 6:2, 3:1, 2:3v., 4:3p, 5:4v Weiter: Heute, Samstag, Dienstag, ev. 24., 26., 29. 3.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch