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Der Umbau der Schönau muss warten

Der Heimatschutz hat Recht bekommen: Besitzerin Eva Bartenschlager darf den Umbau des ehemaligen Seerestaurants erst in Angriff nehmen, wenn alle Bewilligungen vorliegen.

Von Lorenzo Petrò Erlenbach – Christiane Brasseur ist guten Mutes: Die Präsidentin des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Erlenbach (VVE) hat einen Teilsieg im Kampf um den Erhalt der Schönau errungen. Ende letzter Woche hat die Baurekurskommission (BRK) die Baubewilligung der Gemeinde für die Umnutzung des Restaurants als Wohngebäude für ungültig erklärt. Eine solche sei erst zu erteilen, wenn alle übrigen Bewilligungsverfahren abgeschlossen seien. Sie hat damit eine Einsprache des Heimatschutzes gutgeheissen. Schönau-Besitzerin Eva Bartenschlager fehlt derzeit nämlich noch die wasserrechtliche Konzession für die private Nutzung der charakteristischen, verglasten Panoramakanzel der Schönau. Sie hat erst am 26. November auf Druck des VVE darum ersucht, und nur mit dieser Erlaubnis kann sie den Gebäudeteil, der in den Zürichsee hinausragt, als Wohnzimmer mit Rundumblick nutzen. Bis Ende Dezember läuft die öffentliche Ausschreibung noch, und ebenso lange kann schriftlich dagegen rekurriert werden. Verein wünscht sich Restaurant VVE-Präsidentin Brasseur ruft deshalb «alle, die sich für den Erhalt der Schönau für die Öffentlichkeit einsetzen», dazu auf, diese Gelegenheit wahrzunehmen, damit es nicht zu einer rechtsgültigen Konzessionierung komme. Sie hofft, dass der so oft geäusserte «grosse Wunsch der Erlenbacher» oder ein negativer Konzessionsentscheid die Hausbesitzerin zum Umdenken bringt und das Restaurant möglicherweise bald wieder zum Verkauf steht. Dem Verschönerungsverein schwebt für die Schönau ein ähnliches Modell vor, wie es Herrliberg mit der Kittenmühle kennt: Mit dem Verkauf von Volksaktien wurde 2003 das Überleben jenes Traditionslokals gesichert. Der Entscheid der Baurekurskommission hat nicht nur aufschiebende Wirkung für die Baupläne der Meilemer Pferdezüchterin und ehemaligen deutschen TV-Tierärztin. Er geht auch ein wenig ins Geld: 4000 Franken Verfahrenskosten hat die BRK Bartenschlager und der Erlenbacher Bau- und Planungskommission je zur Hälfte auferlegt. Die Eigentümerin wird weiter verpflichtet, dem Heimatschutz eine Umtriebsentschädigung von 1200 Franken zu bezahlen, sofern sie das Urteil nicht vor dem Verwaltungsgericht anficht. Um die Panoramakanzel als Wohnstube nutzen zu können, braucht es eine wasserrechtliche Konzession.Foto: Patrick Gutenberg

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