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Der Uetiker Verkehrsknoten hat sich gelöst

Fünf Monate blockierten die Bauarbeiten im Uetiker Kleindorf den Verkehr. Seit gestern ist der Kreisel wieder befahrbar.

Von Marco Huber Uetikon &endash Es war ein Freudentag für Gemeinderat Ueli Egli (parteilos). Uetikons Vorsteher für Infrastruktur und Planung hat gestern den Kreisel im Kleindorf wieder dem Verkehr übergeben. Um Punkt 15.30 Uhr räumte Egli zusammen mit Gemeindepräsident Urs Mettler (parteilos) symbolisch eine Bauschranke beiseite und gab den Kreisel für den Bus frei, der hinter der Barriere wartete. Der Bus drehte dann gleich zwei Ehrenrunden im Kreisel, der mit Ballonen geschmückt war. Für einmal fuhr der VZO-Gelenkbus den Blumentalweg hinunter zur Toller & Loher AG &endash einer der am Bau beteiligten Firmen, wo auch der Apéro stattfand. Noch wirkt der neue Uetiker Kreisel etwas nackt. Nur ein paar Ballone schmücken ihn. Doch dies soll sich schon bald ändern. Der Innenraum wird entweder mit einem Kunstwerk verschönert oder mit Bäumen bepflanzt. Die Ideen sollen die Bewohner von Uetikon liefern. Die Arbeitsgruppe Kultur der Gemeinde wird demnächst Flugblätter in alle Uetiker Haushalte verteilen. Jeder kann der Gemeinde einen Vorschlag zur Gestaltung des Innenraums unterbreiten. «Am besten gleich mit einer Skizze des Projekts», sagt Urs Mettler. Im März wird eine Jury die eingegangenen Vorschläge beurteilen. In dieser Jury sitzen neben Urs Mettler auch Karl Schneider, Kurator des Uetiker Museums sowie weitere Vertreter und Exponenten der Gemeinde. Die Gestaltung darf nicht mehr als 15 000 Franken kosten. Ein Wirrwarr an Leitungen Fünf Monate lang haben die Bauarbeiten gedauert. Ueli Egli dankte den beteiligten Bauarbeitern und Ingenieuren. «Vielen Dank auch den Anwohnern für ihr Verständnis, und dafür, dass sie den Lärm erduldet haben», sagte Egli. Der Neubau des Kreisels war nur ein Teil der Bauarbeiten. «Drei Monate lang waren die Arbeiter damit beschäftigt, Wasserleitungen neu zu verlegen», sagte Ueli Egli. Ein ziemliches Wirrwarr an Leitungen sei das gewesen. Zudem fliesst der Dorfbach unter dem Kreisel hindurch. Den Bach mussten die Bauarbeiter untergraben, und den Boden anschliessend von unten her stützen. «Das war eine ziemliche Herausforderung», sagte Egli. Ihm war es ein Anliegen, mit den Belagsarbeiten fertig zu sein, bevor der erste Schnee liegt. Mit dem Wetter habe man Glück gehabt, sagte der Gemeinderat. Der neue Kreisel soll sicherer sein. So wurden die Trottoirs verbreitert und westlich, südlich und östlich des Kreisels jeweils eine Schutzinsel für die Fussgänger gebaut. Früher hatten die Passanten bei der Liegenschaft Kleindorfstrasse 54 nicht einmal einen halben Meter Platz. Neu stehen auch drei wetterfeste Bushäuschen rund um den Kreisel. Die Wendeschlaufe an der Tram- strasse wurde aufgehoben. Sie ist nun eine offene Kiesfläche, auf der in Zukunft Ahornbäume wachsen sollen.Mit 1,4 Millionen Franken ist der neue Kreisel recht teuer. Es seien vor allem die vielen Leitungen, die das Projekt so teuer gemacht hätten, sagte Ueli Egli. Während der Bauzeit fuhren die Buslinien 920 und 925 über die Gseckstrasse ins Uetiker Zentrum und anschliessend über das Grossdorf nach Meilen und umgekehrt. Viele Uetiker dürften erst während der Bauarbeiten bemerkt haben, dass der Kleindorfkreisel ein derart wichtiger Knotenpunkt für den Verkehr im Dorf ist, sagte Ueli Egli abschliessend. Ein Extrabus drehte gestern am Kreisel eine Zusatzrunde. Den Innenraum sollen die Uetiker gestalten. Foto: Sabine Rock

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