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Der Steuerfuss bleibt trotz Defizit stabil

Der Richterswiler Gemeinderat rechnet fürs Jahr 2011 mit einem Defizit von 5,3 Millionen Franken. Der Steuerfuss soll trotzdem nicht erhöht werden.

Von Patrick Gut Richterswil – Der Gemeinderat budgetiert für das nächste Jahr Ausgaben von 86,8 Millionen Franken. Diesen stehen Einnahmen von 81,5 Millionen Franken gegenüber. Unter dem Strich resultiert somit ein Defizit von 5,3 Millionen Franken, wie der Richterswiler Gemeinderat gestern mitteilte. Trotzdem schlägt der Gemeinderat der Gemeindeversammlung vom 1. Dezember vor, den Steuerfuss bei 104 Prozentpunkten zu belassen. Der Gemeinderat folge damit seinen langjährigen finanzpolitischen Zielen, in Richterswil einen konstanten Steuerfuss anzustreben, der unter dem kantonalen Mittel liege. Zur Erinnerung: Letztmals senkte die Budget-Gemeindeversammlung für das Jahr 2008 gegen den Willen des Gemeinderates den Steuerfuss von 110 auf 104 Prozentpunkte. Im Jahr 2008 resultierte dann ein Minus von 0,8 Millionen Franken. Budgetiert war ein Verlust von 4,4 Millionen. Schon für das Jahr 2007 und auch für 2009 kam die Rechnung deutlich besser heraus, als es der Voranschlag erwarten liess. Anders als in den vorangehenden Jahren könnte die Rechnung für das Jahr 2010 hingegen schlechter abschliessen als budgetiert (minus 2,5 Millionen Franken). 2011 noch schlechter als 2010 So oder so erwartet der Gemeinderat für das nächste Jahr eine weitere Verschlechterung um rund drei Millionen Franken. Für diese Situation macht er drei Hauptgründe verantwortlich: Wegen der Steuerfusssenkungen der vergangenen Jahre erwartet die Gemeinde weniger Beiträge vom Kanton respektive höhere Abgaben. Das macht rund eine Million Franken aus. Im Rahmen der neuen Pflegefinanzierung, die ab nächstem Jahr im ganzen Kanton gilt, muss Richterswil zusätzliche Beiträge an Pflegeheime im Betrag von einer Million entrichten. Knapp 900 000 Franken Mehrkosten wird der gesteigerte Personalaufwand verursachen. Alles besser ab 2012? Das Richterswiler Defizit von 5,3 Millionen Franken wird dem Eigenkapital belastet, das sich per Ende 2011 auf etwa 26,7 Millionen Franken reduzieren wird. Ab 2012 erwartet der Gemeinderat dann eine Entspannung der Finanzlage. Einerseits dank zusätzlicher Einnahmen aus dem Zürcher Finanzausgleich, anderseits wegen finanzkräftiger Neuzuzüger in verschiedenen Neubaugebieten. Investition in Infrastruktur Der Gemeinderat plant für das Jahr 2011 Investitionen in der Grössenordnung von 7,2 Millionen Franken. Ein Grossteil davon soll in Infrastrukturaufgaben fliessen. So sind für die Gas- und Wasserversorgung Ausgaben von 1,2 Millionen Franken geplant. Jeweils 0,9 Millionen Franken wird die Gemeinde in Abwasserentsorgung, Schulliegenschaften und Strassenbauten investieren. Die Richterswiler Budget-2011-Gemeindeversammlung findet am Mittwoch, 1.?Dezember 2010, in der reformierten Kirche statt. Die Zusammenkunft beginnt um 20?Uhr.

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